Woher der Hexenschuss seinen Namen hat

Ein wirklich interessantes und lebendiges Museum über Hexen und Hexenverfolgung hat man in der Alten Burg von Penzlin in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet. Der Hexenwahn des Mittelalters wird durch Folterinstrumente und zahlreiche Dokumente vorgestellt. Bei unserem Besuch haben wir dort ein ganz besonderes Bild entdeckt: Es zeigt eine Hexe wie sie einen Pfeil auf einen Menschen abschießt. Das Bild stammt aus dem Jahr 1490 und dokumentiert die mittelalterliche Vorstellung, dass den Menschen Krankheiten von übernatürlichen Wesen mittels eines Pfeilschusses zugefügt werden – dem Hexenschuss eben.
Tödlich war der Hexenschuss für die Betroffenen schon damals nicht. Nur schmerzhaft eben. Ganz anders sieht dies mit den Hexen aus, die verdächtigt wurden, den Schuss „abgefeuert“ zu haben. Mit schrecklichen Foltermethoden wurden die Geständnisse herausgepresst. Oft endeten die Hexenprozesse mit der Hinrichtung der angeblichen Hexen. Zum Beispiel auf dem Scheiterhaufen. Betroffen waren meist Frauen, nicht selten Hebammen und solche Frauen, die über medizinisches Wissen verfügten. Allein im Mecklenburg-Vorpommern gab es über 2000 Hexenprozesse.
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