Weltcup Berlin: Hochs und Tiefs beim Heimweltcup

Auf ging es für die deutschen Bogenschützinnen und –schützen in die K.-o.-Runde des Heimweltcups in Berlin. Maximilian Weckmüller, der am Vortag bereits die beste Leistung der deutschen Recurve Männer zeigte, konnte auch in seinen heutigen Matches überzeugen. Er gewann sowohl gegen Iepura als auch Bazarzhapov überlegen und muss nun in Runde drei gegen den Australier Taylor Worth antreten.

 
Ähnlich souverän bezwang Florian Kahllund seine Gegner. Mit 7:1 und 6:2 zog er ebenfalls in die nächste Runde ein. Der dritte Deutsche im Bunde, der sich für die drittte Runde qualifizieren konnte, ist Felix Wieser. Er setzte sich gegen Olaru (6:2) und Xu (6:2) deutlich durch und muss nun gegen einen der stärksten Schützen im Feld, den Südkoreaner Lee, antreten. Cedric Rieger scheiterte bereits früh am Türken Gulacar.

 
Richter gegen Unruh in Runde drei
Ein spannendes Duell erwartet das Publikum bei den Recurve Damen. Top-Bogenschützin Elena Richter siegte in ihren beiden Partien und wird nun in Runde drei auf ihre Teamkollegin Lisa Unruh treffen, die als Sechste des Vortages bereits gesetzt war. Beide kennen sich bestens aus dem Training, kennen ihre Stärken und Schwächen, doch morgen wird jeder für sich kämpfen und versuchen beim Heimweltcup zu überzeugen. Michelle Kroppen, die zuletzt in Antalya ins Gold-Finale einzog, musste sich hingegen früh geschlagen geben. Wie auch Veronika Haidn Tschalova, unterlag sie ihrer Konkurrentin in Runde zwei.

 
Schwere Bedingungen für Bogenschützen
Schlecht einzuschätzender Wind machte es den Compoundschützen schwer, ihre Leistung abzurufen. Einzig Lars Klingner und Marcel Trachsel konnten sich bei den Männern durchsetzen und ihre Partien für sich entscheiden. Klingner trifft somit auf den Dänen Damsbo, der bereits für die dritte Runde gesetzt wurde. Teamkollege Sebastian Hamdorf machte es spannend. Zwar gewann er sein Stechen in Runde eins gegen Seywert, musste sich jedoch anschließend dem Russen Bulaev geschlagen geben. Nicht über Runde eins hinaus kam Marcus Laube, für den sein Konkurrent Kazempour an diesem Tag mit 142:139 Ringen zu stark war.

 
Hoffnung liegt auf Team-Entscheidungen
Ähnlich wie Richter und Unruh erging es bereits Pia Eibeck und Kristina Heigenhauser, die in der zweiten Runde aufeinander trafen. Am Ende entschied Heigenhauser das Duell für sich und gewann mit 142:138 Ringen. Janine Meissner verpasste nur um einen Ring das Stechen gegen Baratchi und muss nun nach Runde zwei bereits das Handtuch werfen. Gleiches Schicksal ereilte Velia Schall, für die es ebenfalls nicht über die zweite K.-o.-Phase hinausgeht. Das Fazit des Disziplinverantwortliche Hertkorn fällt deshalb gespalten aus: „Die schwierigen Bedingungen machten es schwer, die Leistung zu bewerten. Es ist schade, dass so viele unserer Schützen ausgeschieden sind, aber wir haben noch beide Teams. Und dort kann noch viel passieren.“

Text und Bild: DSB

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