Tipps für das richtige Tuning

Keine andere Bogenmarke erlebt im Moment einen solchen Boom wie Mathews. Viele Bogen in verschiedenen Größen bieten dem passionierten Bogenschützen alles an, was er braucht. In diesem Artikel möchte ich gerne zeigen und erklären, worauf es beim Tuning dieser Bogen ankommt.

 

Mathews bietet zwei verschiedene Systeme bei seinen Kabeln an, das erste mit Controlkabeln (Bild 1) wie bei der TRX-Serie und das zweite System mit Soft-yokes (Bild 2) wie beim Triax oder der gesamten „Halon“-Serie. Der Erfinder des Onecam-Bogens hat seine Philosophie komplett auf Binary Cams wie Bowtech oder andere umgestellt. Das heißt, die Bögen haben zwei gleiche Cams. Der Nockpunkt bei den neuen Bögen ist direkt in der Mitte des Bogens.
So weit so gut, beim Setup startet man klassisch sechs Millimeter über der unteren Kante des Bergerholes (Bild 3), damit sind alle gängigen Pfeile mittig. Bei den Nockpunkten (Bild 4) empfehle ich, den unteren von beiden etwas größer zu machen als den oberen, um etwas „Downforce“ (Druck) Richtung Pfeilauflagenblech zu generieren. Damit ist auch sichergestellt, dass der Pfeil nicht so leicht abhebt, falls mit dem Alter die Nockpunkte enger werden und die Nocke einklemmen sollten. Der Test dafür funktioniert mit einem Pfeil ohne Spitze. Man legt den Pfeil auf das Blech und zieht den Bogen aus. Hebt der Pfeil vom Blech ab, dann sind die Nockpunkte zu dicht zusammen, oder es ist auch die Mittenwicklung zu dick.

 
Diese beiden Dinge sollten immer zu Beginn des Tunings geprüft werden, um später nicht wieder von vorne anfangen zu müssen, falls es Probleme gibt.
Bei Easton und Gold Tip-Nocken sollte die Mittenwicklung einen Durchmesser von 0,110“ haben (Bild 5), das entspricht knapp 2,8 Millimetern. Breitere Nocken brauchen etwas mehr. Ist die Mittenwicklung zu dick, wird der Bogen schlecht gruppieren. Das gleiche gilt auch für zu dünne Mittenwicklungen, die Nocke sollte sich auf der Wicklung frei drehen können, aber keinesfalls viel hin und her kippeln.

 

Das seitliche Spiel verursacht ebenso Seitenstreuung beim Schießen. Zu Beginn sollte auch immer die Synchronität überprüft werden. Die Mathews Cams haben dafür ein Loch im Cam (Bild 6) oder eine Finne am Cam (Bild 7). Für sehr feine Einstellungen eignen sich die frei hängenden Kabel (Bild 8) sehr gut, da sie auch eine halbe Umdrehung eingedreht werden können, um das Timing zu perfektionieren.

 

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