Sabrina Steffens mit dem Gleichstellungspreis des DOSB ausgezeichnet

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die international renommierte Bogensport-Kampfrichterin Sabrina Steffens im Rahmen der DOSB-Frauen-Vollversammlung mit dem Gleichstellungspreis 2017 ausgezeichnet.

Die DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung Petra Tzschoppe sagte bei der Preisverleihung in Bremen: „Sabrina Steffens steht mit ihrem zielstrebigen Weg von der aktiven Bogenschützin bis zur internationalen Kampfrichterin, ihrem Engagement von der Vereins- bis zur Weltverbandsebene als herausragendes Beispiel für Veränderungen im Kampfrichterwesen des Deutschen Schützenbundes. Sie wirkt damit als Vorbild in ihrem Verband und ist auch darüber hinaus ein Rollenmodell für Frauen auf dem Weg zur Kampf- oder Schiedsrichterin.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann verwies bei der Ehrung auf die Potenziale von Frauen, die eine wichtige Chance für zukunftsfähige Sportvereine bieten. „Und für eine Gesellschaft, in der jede und jeder Einzelne Fähigkeiten und Kenntnisse vollumfänglich einbringen kann“, führte er weiter aus.

Die 38-Jährige Wettkampfrichterin vom Schützenverein Baunatal/Hessen ist in dem stark männerdominierten Bereich des Kampf- und Schiedsrichterwesens außerdem eine angesehene Expertin in der Aus- und Fortbildung. Die als selbständige Übersetzerin und Dolmetscherin arbeitende zweifache Mutter ist mit hohem ehrenamtlichen Engagement auf nationaler und internationaler Ebene bis hin zu den Olympischen Spielen sowie den Gremien des Deutschen Schützenbundes und des europäischen  Bogensportverbandes tätig.

In seiner Laudatio für die Preisträgerin stellte Lars Bathke, 1. Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, fest, dass im zehnten Jahr des Gleichstellungspreises erstmals eine Kampfrichterin unter den Preisträgerinnen ist. „Das hat seine Ursache auch in den extrem langen Ausbildungs- und Prüfungsphasen, die eine Kampfrichterlaufbahn oft erst nach Jahrzehnten mit internationalen Einsätzen krönen und die mit einem normalen bürgerlichen Leben im Grunde gar nicht vereinbar sind. Da sind wir sicherlich auch als Verbände aufgefordert, die Ausbildung und Entwicklung unseres Kampfrichterpersonals zu straffen und den gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen“, fordert er zum Umdenken auf.

Mit dem Gleichstellungspreis zeichnet der DOSB jährlich beispielhaftes Engagement im Themenfeld Gleichstellung in Führungspositionen, Förderung von Trainerinnen und Kampfrichterinnen, Kampf gegen sexualisierte Gewalt sowie geschlechtergerechte Darstellung in den (Sport-) Medien sowie den Einsatz für die Gleichstellung von Frauen und Männern, sei es in einem Sportverein, in einem Sportverband, in Politik, Forschung oder Wissenschaft aus. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

 

Text:DSB

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