Goldangst: Woher kommt sie und wieso werden wir sie so schwer wieder los?

Markus Wagner: „Ich denke, dass im Bogensport kein Thema so oft und heiß diskutiert wird wie die Goldangst (Target-Panic, Gold-Panic o.ä.). Es kann jeden treffen. In meinen inzwischen über 40 Jahren im Bogensport ist mir aber eins besonders dabei aufgefallen. Es betrifft eher Bogenschützen, die schon länger dabei sind. Seltener trifft es Einsteiger. Warum ist das so? Warum haben doch im Grunde gute Bogenschützen auf einmal diese „Angst“. Warum verlieren sie die Fähigkeit, ihren Schussablauf so auszuführen, wie es sie doch vorher gemacht haben? Da wird das Gold umkreist, man friert unterhalb, seitlich oder oberhalb der 10 plötzlich ein. Oder man kann seinen Schussablauf nicht mehr bis zum Ende aufbauen und löst unkontrolliert“.

 

Kontrollverlust… Kontrolle… Da sind wir auch schon in dem Bereich, wo die Ursachen zu finden sind. Jo, da habe ich schon abenteuerliche Erklärungen zu gehört, was Goldangst auslöst und auch heilen soll. In einem Gespräch mit Mr. Kyung Rae Park (Inhaber der Firma Win&Win) kamen wir überein, dass die Antwort, die Lösung in ersten Schritt eines ist; Individuell! Die am meisten verbreitete Methode (und auch oft meine eigene Empfehlung), sich der Goldangst zu entledigen oder an ihr zu arbeiten, ist sicherlich das Schießen auf kurze Distanz (5-10mtr), ohne Auflage und mit verbunden/geschlossenen Augen. Schön, aber warum? Warum hilft das in vielen/den meisten Fällen?
Gehen wir einmal hin und schauen, was unseren Köpfen so vorgeht, wenn wir schießen. Dazu nehmen wir mal einen Schützen, der schon ne ganze Weile recht erfolgreich und ambitioniert schießt. Die folgende Grafik kommt dem Einen oder Anderen sicherlich in ähnlicher Form schon aus vorherigen Ausgaben/Artikeln bekannt vor. Anhand dessen lässt sich das am ehesten erklären. (Hoffe ich).

 

Mehr in der nächsten Ausgabe vom BOGENSPORT MAGAZIN.

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