Einzelschritte laufen automatisiert im Unterbewusstsein ab

 

Dieses Mal befasst sich Markus Wagner mit der Performance, also dem harmonischen Ablauf der gesamten Schusssequenz mit allen Einzelschritten. Es geht darum, wie man vom Erlernen der Einzelschritte (Stand, Mind-Set, Auszug usw.), die zu Beginn noch sehr bewusst ausgeführt werden, dazu kommen kann, den Ablauf als eine Bewegung, mit den konditionierten Einzelphasen, auszuführen bzw. zu empfinden.

In wie viele Einzelschritte der Schütze oder Trainer dabei den Ablauf aufteilt, ist hier nicht wichtig. Es lässt sich auf jede Anzahl umsetzen. Auch was die Bezeichnungen der Punkte hier angeht, so sind diese natürlich nicht festgeschrieben und individuell austausch- und ergänzbar.

Hinter dem Gedanken, dass ich hier Dreiecke verwendet habe, verbirgt sich, dass wir bei Handlungen einen Startpunkt (die Entscheidung zum Handeln) haben, dann die Ausführung an sich und dann die Akzeptanz dieser Entscheidung; also eben drei Punkte. Somit haben wir zu Beginn – wie hier in diesem Beispiel – sieben Phasen des Schussablaufs, die wir einzeln betrachten und erlernen müssen. Die Höhe der einzelnen Dreiecke hat übrigens nichts mit der Priorität der Phasen zu tun. Sieht nur schöner aus als eine lineare Grafik.

Je öfter wir nun diese Schritte wiederholen, desto weniger müssen wir später noch im Detail über die Art und Weise der Ausführung nachdenken. Wer denkt als erfahrener Schütze beispielsweise noch darüber nach, wie seine Hand den Weg in den Griff und die richtige Position findet? Das heißt, dass unsere hier einzeln erlernten Schritte nach und nach ins Unterbewusstsein verschoben und konditioniert werden .

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