08.04.2026

Editorial zur Ausgabe 2/2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit der siebten Folge endet in dieser Ausgabe die Muskel-Coaching-Serie unseres Autors Martin Dietrichs. Ein guter Zeitpunkt also, um so mancher Anregung zu folgen, die uns während der Laufzeit immer wieder erreicht hat: Wir werden sehr zeitnah die einzelnen Folgen zu einem Gesamtwerk „zusammenbauen“ und das PDF auf unserer Homepage zum Download anbieten. Und weil es thematisch gut passt, ergänzen wir das Ganze noch um zwei weitere Beiträge desselben Autors, sodass am Ende ein „Neunteiler“ auf unserer Fachartikel-Plattform zur Verfügung stehen wird. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf die Frage eingehen, warum wir die Einzelfolgen nicht schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens zum Download bereitgestellt haben. Die ehrliche Antwort lautet: ganz konsequent sind wir an dieser Stelle nicht. Einerseits möchten wir unsere Fachartikel-Plattform aktuell und attraktiv halten. Andererseits möchten wir unseren Abonnentinnen und Abonnenten einen zeitlichen Vorsprung und damit einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Das Ergebnis dieser – nennen wir es ruhig – „Bauchgefühl-Strategie“: Auf unserer Homepage finden Sie mal die eine, mal die andere Variante.

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Es gibt Geschichten mit Happy End und es gibt Geschichten, die nicht glücklich oder schlimmstenfalls sogar in einer Tragödie enden. Mir persönlich ist es deutlich lieber, wenn sich am Schluss alles zum Guten wendet – wahrscheinlich auch der Grund dafür, weshalb ich diesen „Mutmacher“ an dieser Stelle aufgreifen möchte. „Alt werden ist nix für Weicheier“ lautet der Titel des Erfahrungsberichts von Stefan Rieger, der einen neuen Weg für sich finden musste, weil er auf seinem bisherigen in einer Sackgasse angelangt war. Zwar geht es nicht um Leben und Tod, aber wenn Schmerzen die Ausübung eines erfüllenden Sports verhindern, kann das im Einzelfall schon ziemlich tragisch sein. Konkret steht bei unserem Autor die Glaubensfrage „vom Recurve zum Compound?“ im Mittelpunkt, der Weg dorthin, beziehungsweise die absolvierten Entscheidungsprozesse lassen sich aber auf beliebig viele andere Situationen und Schicksale übertragen. Dieser Mutmacher erfüllt seinen Zweck und zeigt am Beispiel einer realen Geschichte, dass Aufgeben im Zweifelsfall nur die zweitbeste Lösung ist. Wen es betrifft, sei er zur Nachahmung empfohlen.

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Wurden Sie auch von der (Winter-)Olympiade in den Bann gezogen? Auch wenn der Bogensport bei diesem Highlight nur auf der Zuschauertribüne Platz nehmen darf, sind Olympische Spiele – im Sommer wie im Winter – ein absoluter Hingucker (und Zeiträuber zugleich). Ist Ihnen aufgefallen, mit welcher (scheinbaren?) Ruhe und Gelassenheit die Athletinnen und Athleten ihrem Einsatz entgegensehen? Komplett im Tunnel – und das, obwohl gefühlt die ganze Welt zuschaut? Keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sondern – wie sollte es anders sein – das Ergebnis ausdauernden Trainings. Das Gute daran: Schon das Wort „Training“ impliziert, dass sich diese Fähigkeit trainieren, also grundsätzlich auch erlernen lässt. BSM-Autor Günter Kuhr zeigt, welche Rolle Meditation dabei spielen kann. Er umreißt nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern gibt auch konkrete Praxistipps für den Einstieg. Sie werden feststellen: Das Thema ist keineswegs nur etwas für Profis, sondern bietet auch „Normalos“ wertvolle Impulse für Sport und Alltag. Bis zur Perfektion ist es naturgemäß ein langer Weg – mit der Konsequenz, dass auch auf diesem Feld Profis eben Profis und Normalos nun einmal Normalos sind.

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Und nun noch ein Punkt in eigener Sache: Sie haben es wahrscheinlich gleich bemerkt und sich vermutlich auch gefragt, warum das BSM seit diesem Jahr anders „daherkommt“ als bisher. Stimmt – seit der Ausgabe 1/2026 setzen wir auf eine neue Versandtechnik, die auch eine neue Umverpackung mit sich bringt: Anstelle der klassischen Kuvertierung kommt nun das sogenannte „PaperWrap-Verfahren“ zum Einsatz. Dabei wird jedes einzelne Exemplar maschinell in Papier eingeschlagen, verleimt und anschließend direkt mit den Empfängerdaten adressiert. Der eigentliche Vorteil dieses Verfahrens liegt im Verzicht auf eine, aus Umweltgesichtspunkten eher fragwürdige, Folienverpackung. Letztere war bei uns zwar nicht im Einsatz, dennoch bringt uns das neue Verfahren in der internen Arbeitsorganisation einige Vorteile. Allerdings gilt auch hier: Wo gehobelt wird, fallen Späne. In Einzelfällen ist das Magazin leider nicht in einwandfreiem Zustand bei den Leserinnen und Lesern angekommen, wofür wir uns bei den Betroffenen aufrichtig entschuldigen möchten. Gleichzeitig bitten wir Sie herzlich: Wenn Ihnen ein solcher Fehler auffällt, geben Sie uns bitte kurz Bescheid – am besten per Mail an abonnement@bogensport.de. Nur so haben wir die Möglichkeit, zeitnah mit unserem Druckpartner zu sprechen und gemeinsam an weiteren Verbesserungen zu arbeiten.

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Während unser Zweiteiler zum Thema „Sportoptik“ mit dieser Folge endet, stecken wir beim Basiswissen zum Grundlagentraining noch mitten in der Serie. Von einem interessanten Perspektivwechsel berichtet Francesco Sterza, der das Nîmes Archery Tournament dieses Jahr nicht als Schütze, sondern als Fotograf begleiten durfte. Ebenso kommen auch die Material-Fans wieder auf ihre Kosten – neben der Frage, ob der Klicker eher Freund oder Feind ist, haben wir uns intensiv mit dem Visiertunnel für Recurve-Bögen beschäftigt.

Auch bei dieser Ausgabe wünschen wir Ihnen (wie immer!) viel Spaß bei der Lektüre.

Herzlichst,

Ihr Axel Ziegler

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