Bundesligafinale Bogen: Die acht Finalteams

Die besten vier Bogen-Teams des Nordens sowie des Südens kämpfen im großen Bundesligafinale in Wiesbaden (29. Februar) um den Meisterspiegel. Wer die meiste Finalerfahrung hat, wer Favorit ist und welche Stärken die Teams haben, jetzt im Überblick.
Foto: Eckhard Frerichs / Beim Finale dabei (v.l.) SV Dauelsen mit Holger Rohrbeck, SV Querum mit Hendric Schüttenberg und BSC BB Berlin mit Jannis Kramer.
Foto: Eckhard Frerichs / Beim Finale dabei (v.l.) SV Dauelsen mit Holger Rohrbeck, SV Querum mit Hendric Schüttenberg und BSC BB Berlin mit Jannis Kramer.

SV Dauelsen  (NS): Angeführt von Deutschlands Nummer eins, Florian Kahllund, sicherte sich der SV Dauelsen den Nordtitel. Im letzten Match der Vorrunde gegen Berlin holte sich der Klub die kurz zuvor verloren gegangene Führung durch ein 7:1 zurück. Kahllund war der beste Schütze aller Vorrunden-Teilnehmer mit einem Pfeildurchschnitt von 9,85. Gemeinsam mit dem mehrfachen Weltmeister im Feldbogen, Sebastian Rohrberg, soll er den Klub zum dritten Titel nach 2015 und 2017 führen.

BSC BB Berlin (B): Die Bogen-Bundesliga ohne Lisa Unruh! Kaum vorstellbar, aber das Berliner Team musste verletzungsbedingt ohne die deutsche Vorzeige-Schützin auskommen. Der Qualität tat dies trotzdem keinen Abbruch, denn Elena Richter, Jannis Kramer und Christoph Breitbach schossen eine hervorragende Vorrunde, die sie mit nur einem Zähler Rückstand auf Platz zwei beendeten. Der Rekordsieger (5x) ist erneut ein heißer Titelkandidat, „das erste Ziel sind die Top Vier, alles weitere ist Bonus“, so Richter.

SV Querum (NS): Mit einem formidablen Endspurt sicherte sich der SV Querum Platz drei im Norden. Am letzten Vorrunden-Wochenende blieben die Niedersachsen bei sechs Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen und schoben sich noch an Herne vorbei. Trainer Adolf Kemper war total aus dem Häuschen und ist auch für das Finale optimistisch: „Wir wollen eine Medaille. Und je edler sie ist, umso besser!“

Foto: FSG Tacherting / Kommt als Nummer eins der Südliga zum Finale nach Wiesbaden: Die FSG Tacherting.
Foto: FSG Tacherting / Kommt als Nummer eins der Südliga zum Finale nach Wiesbaden: Die FSG Tacherting.

Sherwood BSC Herne (NW): Nach einjähriger Finalabstinenz ist das Sherwood-Team wieder beim Bundesligafinale dabei. Die Teilnahme wurde an den ersten drei Vorrunden-Wochenenden mit guten Ergebnissen sichergestellt, der sicher geglaubte dritte Platz im Norden ging aufgrund eines schwachen Vorrunden-Endes (nur ein Sieg aus sieben Matches) noch verloren. Trainer Reinhard Kisselbach haderte ein wenig und gibt als Ziel aus: „Im Finale wollen wir Spaß haben!“

FSG Tacherting  (BY): Vollauf zufriedenstellend verlief die Saison für Tacherting. Der dreimalige Champion und letztjährige Vizemeister gab nur sieben Zähler in den 28 Matches ab, sodass Trainer Helmut Huber frohlockte: „Wir haben eine super Vorrunde hinter uns und freuen uns, Südmeister geworden zu sein.“ Die Zahlen sprechen für sich: Mit einem Saisonschnitt von 9,62 Ringen/Pfeil waren die Bayern deutschlandweit bestes Team. „Es ist das höchste Ergebnis, das jemals eine Mannschaft der FSG hatte“, so Huber.

BSG Ebersberg (BY): Der Titelverteidiger aus Ebersberg kommt „nur“ als Süd-Zweiter zum Bundesligafinale, ist dennoch der große Favorit. Am ersten Vorrunden-Wochenende schoss Ebersberg ohne sein Trio Michelle Kroppen, Cedric Rieger und Maximilian Weckmüller und ließ dementsprechend Punkte liegen. Danach konnte Trainer Andreas Blaschke komplett auf seine Nationalkader zurückgreifen, die in den folgenden 21 Matches nur noch einen (!) Punkt abgaben.

SGI Welzheim (BW): Gemeinsam mit den Berlinern ist die SGI Welzheim Rekordsieger der Bundesliga. Der letzte Titel liegt allerdings schon zehn Jahre zurück, weshalb das Team von Trainerin Sandra Sachse, selbst zweimalige Olympia-Medaillengewinnerin, nach Erfolgen lechzt.Das Potenzial ist da, mit Jonathan Vetter verstärkt ein hoffnungsvoller Kaderschütze die Welzheimer, die neben den Berlinern einziges Team sind, das auch beim 23. Bundesligafinale dabei ist.

BC Villingen-Schwenningen (BW): Im vergangenen Jahr gewann Villingen-Schwenningen sensationell die Bronzemedaille. Und auch 2020 ist dem Team um Dominic Gölz, Deutscher Meister im Freien 2018, einiges zuzutrauen. Das jüngste Team der Liga sicherte sich erst am letzten Vorrunden-Wochenende mit vier Siegen und einem Unentschieden das Final-Ticket und wird in Wiesbaden ohne Druck für jedes Team ein gefährlicher Gegner sein.

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