Sehen sie hier die Bilder von der Olympiasiegerin 2012 in London: Ki Bo-Bae
Sehen Sie hier die Bilder von einem Bewegungsablauf der Olympia-Siegerin 2016 in Rio: Mrs Chang
Sehen sie hier die Bilder von der Youth-Festa 2017 in Seoul: Erster Finaltag im Olympiapark.
Archery-Cafes in Korea
Sehen sie hier Bilder von Archerys-Cafes was so boomt in Korea. Leute zahlen zehn Euros für zehn Pfeile, oder 20 Euro für eine halbe Stunde Bogenschießen
Sehen sie hier die Bilder von den Elimination-Rounds von der 5. Youth-Festa in Seoul/Korea.
Falls Sie ein Bogensport-Thema ganz besonders interessiert, können wir vielleicht weiterhelfen. Ab sofort finden Sie auf unserer Fachartikel-Seite einzelne Beiträge zum direkten Download. Schauen Sie einfach mal vorbei.
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Limitzahlen Deutsche Meisterschaft Feldbogen veröffentlicht
Die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Feldbogen, die am 15. Juli 2017 in Hohegeiß ausgetragen werden, können ab sofort im Internet eingesehen werden und stehen zum Download zur Verfügung.
Informationen zu den Deutschen Meisterschaften im Bereich Feldbogen, die Teilnehmer- und Startliste sowie die Limitzahlen finden Sie auf www.dsb.de
Warum das Bogenschießen so gesund ist
Bogensport ist ein toller Sport. Egal, ob er als Wettkampf- oder „nur“ als Freizeitsport ausgeübt wird, ob er draußen oder in der Halle ausgeübt wird: Er hält fit, verbrennt Kalorien und stärkt den Geist. Kurzum: Er ist gesund.
Die folgenden Ausführungen beruhen letztlich auf einem Artikel der World Archery, den Andrea Vasquez verfasst hat. Hier also die acht Punkte, die unseren Sport zu einem ganz besonders gesunden Sport machen.
1. Bogenschießen verbraucht Kalorien
Bogensport ist für alle geeignet. Egal, welcher Altersklasse oder welchen Geschlechts. Sie alle müssen den Bogen spannen. Das verbraucht genauso Energie, wie das Ziehen der Pfeile am Ende. Bogensportler gehen während eines Wettkampfes jeden Tag rund acht Kilometer und können so zwischen 100 und 150 Kalorien in 30 Minuten verbrennen.
2. Bogenschießen stärkt den Körper
Das Spannen des Bogens beansprucht die Hauptmuskelpartien zwar nur kurz, dafür aber stark: Hände, Arme, Gelenke und untere Rückenmuskulatur werden gefordert, ebenso die anderen Körperteile rund um die Schulter. Die korrekte und andauernde Wiederholung der Bewegungen stärkt den Körper.
3. Bogenschießen fördert die Konzentration
Bogensportler lernen den Fokus auf den Schießablauf und die Routine zu legen. Sie versuchen Ablenkungen durch Wind, Distanz, Lärm oder durch ihre Konkurrenten auszuschalten, um einen perfekten Schuss zu absolvieren. Diese Kontrolle und Konzentrationsfähigkeit ist in anderen Lebensbereichen ebenso von Vorteil.
4. Bogenschießen fördert die Koordination
Die erforderlichen Schritte, um einen guten Ablauf des Schusses zu erreichen, müssen sich im Gedächtnis und Unterbewusstsein festsetzen. Während des Schusses geschieht so vieles gleichzeitig. Die Bewegungen müssen instinktiv erfolgen, da sie fast zur selben Zeit passieren und man sich keine Fehler leisten kann.
5. Bogensport fördert Geduld und Konstanz
Bogensport ist leicht zu erlernen, aber schwer zu perfektionieren. Er macht Spaß, kann aber auch frustrierend sein. Geduld und Konstanz im Training sind wichtig.
Der Entschluss, eine Technik genau zu wiederholen, macht einen Schützen nicht nur zu einem besseren Bogensportler, sondern wirkt sich auch positiv auf den gesamten Menschen aus.
6. Bogenschießen fördert das innere Gleichgewicht
Bogensportler bleiben unter Druck ruhig. Sie haben eine hohe Konzentrationsfähigkeit, atmen ruhig und haben ihre Nervosität im Griff. Wenn man gut schießt, verstreichen die Stunden blitzschnell und der Sport geschieht nur zwischen Mensch und Bogen. Nichts steht dazwischen. Es ist der perfekte Sport, um sein inneres Gleichgewicht zu suchen und zu finden.
7. Bogenschießen fördert das Selbstbewusstsein
Im Wettkampf ist der größte Konkurrent eines Bogensportler er selbst. Es ist einfach, sich klare Ziele zu stecken und den Weg dahin festzulegen. Schlussendlich stehen am Ende aber die geschossenen Ringe und die erbrachte Leistung. Positive Entwicklungen führen zu Vertrauen. Es gibt keinen besseren Sport, als den Bogensport, um das zu erfahren.
8. Bogensport fördert viele soziale Aspekte
Es gibt wenig Sportarten, bei denen Sportler verschiedener Niveaus sich untereinander messen können.
Bogensportturniere ermöglichen Freundschaften zwischen allen und jedem. Man weiß nie, gegen wen man als nächstes antreten muss. Nicht nur das: Ein wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass Bogensport der einzige Sport ist, bei dem Inklusion Realität ist.
Kein anderere Sportart erlaubt es behinderten und nicht behinderten Menschen so miteinander Sport zu treiben, wie das Bogenschießen. Bogensport ist darüber hinaus der ideale Familiensport, da mehrere Generationen ihn zusammen ausüben können.
Du brauchst ein starkes Mentalprogramm
Das Schießen vereint viele mentale Aspekte in sich, aber wenn ein Bogensportler davon spricht, dass „ein mentales Programm abläuft“ oder er einem „inneren Plan“ folgt, meint er normalerweise, dass er sich mit etwas beschäftigt, während er die Pfeile fliegen lässt.
Wir schieben jetzt alle Gedanken über die mentale Seite des Bogenschießens wie im Training, beim Rekorde holen, der Planung usw. zur Seite und befassen uns damit, wie solch ein Mentalprogramm aufgebaut und kreiert wird.
Ich sage, dass Mentalprogramme „kreiert“ werden, weil es sich dabei um ganz individuelle Strukturen handelt. Die meisten versierten Mentaltrainer (oder auch „Gurus“ wie Lanny Bassham) vermeiden es, Beispiele von Mentalprogrammen zu geben, weil das die Leute ablenkt. So glaubt der jeweilige Leser „das Programm eines Champions muss ja gut sein, also übernehme ich es so“, was das eigene Nachdenken über und das Entwickeln eines solchen Plans einschränkt, da der Leser einfach nur ein Mentalprogramm kopiert. Damit das nicht passiert, werde ich die Vorgehensweise und Planung in drei Phasen einteilen: Es geht darum, was vor, während und nach dem Schuss zu tun ist.
Bevor jemand völlig durcheinander kommt: Es ist zu beachten, dass alle Mentalprogramme beim Bogenschießen auf der Schussabfolge des jeweiligen Schützen basieren. Falls du oder dein Schüler keinen Schussablauf haben sollten, muss zu allererst hier mit der Arbeit begonnen werden.
Eine Schussabfolge ist einfach eine Liste, wie ein Schuss ausgeführt wird. Die einzelnen Aktionen werden in der Reihenfolge ausgeführt, wie sie gelistet sind und diese Liste ist keine – ich wiederhole – keine Checkliste, die man abarbeitet, während man schießt! Sie liefert den Rahmen für Diskussionen, ist Grundlage für die Planung des Trainings und unterstützt die geistige Arbeit beim Entwickeln eines Mentalprogramms. Aber: Kein Schütze darf sich gedanklich durch diese Abfolge Stufe für Stufe hindurcharbeiten, während er schießt. Okay, ja, ich hatte einige Trainierende, die genau das taten und war völlig baff, als sie mir erzählten, dass sie es so machen würden. Ich hatte nicht im Geringsten vermutet, dass sie das tun könnten. „Schießen nach Checkliste” ist nämlich etwas, was ganz im Unterbewussten ablaufen muss. Glaubt mir: Wenn es bewusst abläuft, kann da nichts Gutes dabei herauskommen.
Die Schussabfolge beschreibt einen reproduzierbaren Schuss, ist etwas, was nahezu automatisiert ablaufen soll. Daher ist sie auch so individuell. Vielleicht ist deine Abfolge mit denen anderer vergleichbar, vielleicht aber auch nicht. Niemand sollte sich damit beschäftigen, ein Mentalprogramm für sich zu generieren, bevor er nicht in der Lage ist, stabile, reproduzierbare Schüsse auszuführen. Es ist gut, sich damit früh zu befassen, aber zu früh ist keine gute Idee.
Wer bestrebt ist, ein Mentalprogramm zu kreieren und hofft, so das Schießen zu lernen, ist auf dem Holzweg. Die mentalen Aspekte eines solchen Programmes müssen an eine Zeitachse angepasst sein und die wird durch die Schussabfolge vorgegeben. Gedankliche Strukturen, die nicht in die Zeitlinie passen, driften ab und stören nur. Zunächst gilt es also ein Schütze mit einer annehmbar gleichmäßigen Schießleistung zu werden und dann so schnell wie möglich ein Mentalprogramm zu entwickeln.
Was vor, während und nach dem Schuss zu tun ist. In der neuen Ausgabe 4/2017.
Mit drei Top-Schützen zu den World Games
Es ist wieder so weit: Vom 20. bis 30. Juli finden im polnischen Breslau die World Games statt. Sie sind das weltgrößte Sportfest von Sportarten, die nicht bei den Olympischen Spielen dabei sind. In den Kampf um die Medaillen greift auch ein starkes Team deutscher Bogenschützen ein.
„Bogenschießen – aber das ist doch olympisch“ werden da viele sagen. Klar, aber eben nicht mit den Disziplinen, die bei den World Games geschossen werden: Feldschießen und Compoundschießen. Dass die Deutschen mit dem Compound zurzeit etwas der internationalen Konkurrenz hinterherhinken, zeigt sich auch in Breslau. Die Deutschen haben die Qualifikation für die Compoundwettbewerbe nicht geschafft.
Dafür ist man im Feldschießen mit einer ganz starken Mannschaft dabei, fährt mit dem Besten nach Polen, was man im Moment aufzubieten hat. Für Breslau hat sich ein deutsches Trio qualifiziert: Lisa Unruh (Berlin) und Sebastian Rohrberg (Langwedel) mit dem Recurve-, Manja Conrad (Nürtingen) mit dem Blank-Feldbogen. Berühmte Namen also, die wirklich alle die Chance auf Edelmetall haben.
Die Olympiazweite mit dem Recurvebogen, Lisa Unruh, ist auch im Feldschießen eine richtig große Nummer. Sie hat im Feldbogenschießen schon vier WM-Bronzemedaillen gewonnen.
Dann Sebastian Rohrberg: Er ist einer der Größten in dieser Sportart. Weltmeister in den Jahren 2004, 2006 und 2008. Bei der letzten WM in Dublin 2016 holte er Silber. Schließlich Manja Conrad. Sie gewann mit dem Blankbogen WM-Bronze 2008 und war noch bei vier weiteren hochkarätigen Wettbewerben unter den Top-Ten platziert. Von den Dreien kann man also durchaus was erwarten.
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die World Games, die in der Sportwelt dann doch einen sehr großen Stellenwert genießen. Sie werden alle vier Jahre unter der Schirmherrschaft des Internationalen Olympischen Komitees an wechselnden Orten ausgetragen, jeweils im Jahr nach den Olympischen Sommerspielen. Ausrichter ist der Internationale Verband für Weltspiele (IWGA).
Die letzten Spiele fanden 2013 in Kolumbien in der Stadt Cali statt. Damals nahmen rund 3.500 Athleten aus über 100 Nationen teil. Auch Deutschland war mit Karlsruhe (1989) und Duisburg (2005) schon Gastgeber des Multi-Sport-Events. In Breslau geht man davon aus, dass die Teilnehmerzahlen von 2013 noch übertroffen werden können.
Die deutsche Mannschaft will in Breslau an ihre Erfolge in Cali anknüpfen, als es insgesamt 30 Medaillen gab (15 goldene, 7 silberne und 8 bronzene), was den sensationellen vierten Platz in der Nationenwertung hinter Italien (49 Medaillen), Russland (53) und Frankreich (40) bedeutete. Medaillen im Bogenschießen gab es damals allerdings nicht. Doch dies könnte sich jetzt in Breslau ändern.

































































































