Die Teams der Bundesliga
Wie jedes Jahr geht die Bundesliga mit 16 Teams in die neue Saison. In welcher personellen Besetzung die Vereine das Rennen aufnehmen, seht ihr hier.
Bundesliga Nord
BSC BB-Berlin
Eric Skoeries
Tobias Weinhardt
Elena Richter
Alexander Nehls
Jannis Kramer
Lisa Unruh
Marlene Fernitz
Blankenfelder BS 08
Peter Sach
Richard Schatursunow
Arne Metzlaff
Isabel Viehmeier
Claire van Dijck
BSV Zierenberg
Ingo Josephs
Markus Linge
Dominik Rennert
René Lettau
Burkhard Gauding
Vincent Olschewski
Dieter Dehnert
Henning Huckfeldt
SV Querum
Florian Floto
Heiko Keib
Hendric Schüttenberg
Thomas Hasenfuß
Clemens Brosi
SV Dauelsen
Holger Rohrbeck
Sebastian Rohrberg
Florian Kahllund
Christian Dauel
Manuel Augner
Andreas Gerhardt
Rheydter TV
Christoph Meinelt
Niklas Remen
Erwin Janssen
Tilman Bremer
Andreas Schnock
KKB Köln
Dirk Rosenberg
Maximilian Kenfenheuer
Moritz Dünnwald
Markus Zellmann
Julian Hiller
Dirk Tuchscherer
Sherwood BSC Herne
Carlo Schmitz
Rafael Poppenborg
Marius Neyer
Jan-Christopher Ginzel
Lukas Winkelmeyer
Bundesliga Süd
SSG Vogel Östringen
Samara Rieger
Claudia Heilig
Cedric Rieger
Wolf-Dieter Vogt
Pit Klein
BS Neumarkt
Fabian Obst
Norbert Franz
Oliver Obst
Alexander Nißlbeck
Eric Kohler
BSG Ebersberg
Christian Höck
Krzysztof Skrzydel
Michelle Kroppen
Maximilian Weckmüller
Lisa Incerti
Marc Rudow
FSG Tacherting
Johannes Maier
Moritz Wieser
Veronika Haidn-Tschalova
Felix Wieser
Katharina Bauer
SG Freiburg
Adrian Faber
Christoph Häßler
Nicola Koch
Eike Jacob
Pascal Langer
BC Villingen-Schwenningen
Markus Kuhrau
Nico Schiffhauer
Sarah Reincke
Florian Faber
Milena Ziegler
Dominic Gölz
Jerome Bidault
Sgi Ditzingen
Simon Höntsch
Michael Kohl
Severin Ludmann
Yvonne Roscher
Udo Weyhersmüller
Jonathan Vetter
Vincent Berg
SGI Welzheim
Simeon Schaaf
Christoph Breitbach
Christian Weiss
Jeff Henckels
Camilo Mayr
Vetter gewinnt dritten Quotenplatz für DSB – Adrian Scheiding erreicht Viertelfinale
Jonathan Vetter hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Bogenschießen den insgesamt dritten Quotenstartplatz des Deutschen Schützenbundes für die Olympischen Jugendspiele im nächsten Jahr in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gewonnen. Der Ditzinger setzte sich beim Qualifikationsturnier in Rosario (Argentinien) nach Platz elf in der Qualifikation der Kadetten mit dem Recurvebogen mit 656 Ringen im Kampf um einen der begehrten Startplätze durch.
Die ersten beiden Quotenplätze hatten bei den Kleinkaliber-Europameisterschaften Ende Juli in Baku (Aserbaidschan) bereits Johanna Tripp mit dem Luftgewehr und Nils Strubel mit der Luftpistole gesichert.
Vetter kam in der Direktausscheidung um den Quotenplatz bis ins Achtelfinale, scheiterte dort aber mit viel Pech im Stechen mit 5:6, weil Vetters Sieben etwas weiter von der Scheibenmitte entfernt war als der Pfeil des Japaners Tetsuya Aoshima, der später erst im Finale ebenfalls im Stechen verlor. In diesem Wettbewerb kam Tobias Weinhard nur bis in die zweite Runde. Bei den Kadettinnen scheiterten Elisabeth Gaspert und Marlene Fernitz in Runde zwei.
Im regulären Wettbewerb um die WM-Medaillen hatte bei den Junioren Adrian Scheiding (Foto) mit dem Erreichen des Viertelfinales die beste Platzierung erreicht. Die drei Juniorinnen Elisa Tartler, Celina Wiecke und Milena Ziegler überstanden jeweils zwei Runden, scheiterten jedoch dann in der Runde der besten 32.
Bei den Kadettinnen hatten Elisabeth Gaspert und Charline Schwarz das Pech, in der ersten Runde aufeinander zu treffen. Schwarz siegte mit 7:1, schied aber in Runde zwei aus. Marlene Fernitz war wie Gaspert in der ersten Runde ausgeschieden. Jonathan Vetter kam bei den Kadetten im WM-Turnier bis in Runde drei. Während sein Kollege Tobias Winhardt direkt ausschied, zeigte Moritz Wieser eine starke Vorstellung und unterlag nach drei Siegen erst im Achtelfinale gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Pil-Jong Kim aus dem weltweit stärksten Bogenland Südkorea.
Im Teamwettbewerb unterlagen die Juniorinnen in der ersten Ausscheidungsrunde Taiwan mit 4:5 nach einem 21:26 im Stechen. Die Kadetten scheiterten in der zweiten Runde an Japan, die Kadettinnen hatte in Runde eins beim 0:6 gegen Südkorea keine Chance. Das Kadetten-Team mit Elisabeth Gaspert und Moritz Wieser schaffte ein achtbares 3:5 in Runde eins gegen Südkorea.
Text: DSB/Harald Strier
Foto: Günter Kuhr
Sabrina Steffens mit dem Gleichstellungspreis des DOSB ausgezeichnet
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die international renommierte Bogensport-Kampfrichterin Sabrina Steffens im Rahmen der DOSB-Frauen-Vollversammlung mit dem Gleichstellungspreis 2017 ausgezeichnet.
Die DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung Petra Tzschoppe sagte bei der Preisverleihung in Bremen: „Sabrina Steffens steht mit ihrem zielstrebigen Weg von der aktiven Bogenschützin bis zur internationalen Kampfrichterin, ihrem Engagement von der Vereins- bis zur Weltverbandsebene als herausragendes Beispiel für Veränderungen im Kampfrichterwesen des Deutschen Schützenbundes. Sie wirkt damit als Vorbild in ihrem Verband und ist auch darüber hinaus ein Rollenmodell für Frauen auf dem Weg zur Kampf- oder Schiedsrichterin.“
DOSB-Präsident Alfons Hörmann verwies bei der Ehrung auf die Potenziale von Frauen, die eine wichtige Chance für zukunftsfähige Sportvereine bieten. „Und für eine Gesellschaft, in der jede und jeder Einzelne Fähigkeiten und Kenntnisse vollumfänglich einbringen kann“, führte er weiter aus.
Die 38-Jährige Wettkampfrichterin vom Schützenverein Baunatal/Hessen ist in dem stark männerdominierten Bereich des Kampf- und Schiedsrichterwesens außerdem eine angesehene Expertin in der Aus- und Fortbildung. Die als selbständige Übersetzerin und Dolmetscherin arbeitende zweifache Mutter ist mit hohem ehrenamtlichen Engagement auf nationaler und internationaler Ebene bis hin zu den Olympischen Spielen sowie den Gremien des Deutschen Schützenbundes und des europäischen Bogensportverbandes tätig.
In seiner Laudatio für die Preisträgerin stellte Lars Bathke, 1. Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, fest, dass im zehnten Jahr des Gleichstellungspreises erstmals eine Kampfrichterin unter den Preisträgerinnen ist. „Das hat seine Ursache auch in den extrem langen Ausbildungs- und Prüfungsphasen, die eine Kampfrichterlaufbahn oft erst nach Jahrzehnten mit internationalen Einsätzen krönen und die mit einem normalen bürgerlichen Leben im Grunde gar nicht vereinbar sind. Da sind wir sicherlich auch als Verbände aufgefordert, die Ausbildung und Entwicklung unseres Kampfrichterpersonals zu straffen und den gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen“, fordert er zum Umdenken auf.
Mit dem Gleichstellungspreis zeichnet der DOSB jährlich beispielhaftes Engagement im Themenfeld Gleichstellung in Führungspositionen, Förderung von Trainerinnen und Kampfrichterinnen, Kampf gegen sexualisierte Gewalt sowie geschlechtergerechte Darstellung in den (Sport-) Medien sowie den Einsatz für die Gleichstellung von Frauen und Männern, sei es in einem Sportverein, in einem Sportverband, in Politik, Forschung oder Wissenschaft aus. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.
Text:DSB
Kinetic Trium X
Auf der mittlerweile schwierigen Suche nach einem günstigen neuen Bogen ist Henning Lüpkemann auf die Firma Kinetic gestoßen. Er hat für ein Vereinskameraden versucht einen Bogen zu finden, der keine 1000 Euro kostet. Es stellt sich immer die Frage, ein gebrauchter Bogen oder kann es doch was neues mit Garantie sein für kleines Geld? Die meisten Gebrauchten liegen oft immer noch bei 700 – 800 Euro. Dann ist mir der Kinetic Trium X aufgefallen. Der Bogen hat eine Achslänge von 38 Zoll und eine Standhöhe von 7 Zoll. Alles in allem eine Runde Sache für den Anfang. Ich war schon sehr skeptisch als ich im Netz die Preise von 450 – 500 Euro las. Ich habe einen Bogen bestellt und wollte ihn mir näher anschauen.
Ich war sehr überrascht von der sehr guten Verarbeitung des Bogens. Keinerlei groben Frässpuren wie man sie oft bei anderen Herstellern leider immer wieder sieht. Ebenso war ich doch auch sehr verwundert, dass es immer zu der Bogenfarbe auch passende Sehnen und Kabel dazu gibt. Daran sparen alle großen Hersteller sogar mittlerweile. Doch wie kann das sein? Vertrieben wird der Bogen bei der Firma SSA Sporting Goods in Belgien. Es ist ein sehr bekannter Großhändler der auch für seine Marke Avalon im Köcher und Taschenbereich mit günstigen Preisen bekannt ist. Schaut man auf die Internetseite von Kinetic, fällt sofort auf, dass die Marke der Firma Archers Gear gehört und diese wiederum der Firma SSA. Sie können den Bogen zu den günstigen Preisen anbieten, da sie ihn selbst produzieren und dann natürlich der reguläre Großhandel rausfällt. Diese Idee ist sehr gut! Der Bogen kommt insgesamt sehr sauber verarbeitet aus dem Karton und wenn ich den Schätzen müsste, würde ich ihn locker auf 700 Euro einordnen.
Mehr in der neuen Ausgabe von BOGENSPORT MAGAZIN
Bogensport-Profis veröffentlichen Ratgeber für Bogensport-Einsteiger
Im Deutschen Bogensportverlag ist ein Ratgeber für Einsteiger in den Bogensport erschienen. Bert Mehlhaff und Martina Berg – beide erfahrene Bogensportler – haben den Titel „Richtig schießen mit dem Recurvebogen“ gemeinsam geschrieben und veröffentlicht.
Bert Mehlhaff, Bogensporttrainer und Deutscher Meister mit den Recurvebogen, erklärt: „Wir wollten Anfängern im Bogenschießen ein Werk an die Hand geben, das die Technik des Bogenschießens nach dem Positionsphasenmodell verständlich und kompakt beschreibt. Gerade unsere Kursteilnehmer haben uns oft nach einem entsprechenden Buch gefragt“.
Das Bogenschießen ist in den letzten Jahren eine Trend-Sportart geworden. Gerade der Gewinn der Silbermedaille durch Lisa Unruh bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio lenkte das Interesse vieler Menschen auf diese faszinierende Sportart. Gezeigt wird der Schussablauf in Bild und Wort mit einem olympischen Recurvebogen. Die Grundtechniken lassen sich aber auch problemlos auf Compoundbögen und traditionelle Bögen übertragen.
„Das Buch ist aber auch für fortgeschrittene Bogenschützen geeignet, die ihre Technik verfeinern möchten. Gerade das Kapitel über typische Fehler beim Bogenschießen helfen jedem Schützen, seine Ergebnisse zu verbessern“, verspricht Martina Berg, Bogensport-Fachhändlerin und lippische Meisterin mit dem Langbogen.
Ergänzt wird das Buch durch viele praktische Tipps wie beispielsweise für den ersten eigenen Bogen und das Bogensport-Training.
Erhältlich ist es ab sofort direkt beim Deutschen Bogensportverlag (www.deutscher-bogensportverlag.de) und in allen Buchhandlungen.
Der Deutsche Bogensportverlag ist auf Bücher und Trainingshilfsmittel für Bogensportler spezialisiert. Bisher sind 5 Bücher und 4 E-Books erschienen. Weitere Titel sind in Planung.
Bert Mehlhaff & Martina Berg: Richtig schießen mit dem Recurvebogen
Von Anfang an – mit vielen praktischen Trainingstipps
Deutscher Bogensport Verlag, 2015
Paperback, 15,5 x 22 cm. 92 Seiten. Zahlreiche Fotos und Abbildungen.
Preis: 9,99 EUR
ISBN 978-3744894845
282 Wörter, 2142 Zeichen
Pressekontakt:
Deutscher Bogensportverlag GbR
Martina Berg
Ostersiek 35, 32683 Barntrup
Telefon: 05262 1687
E-Mail: mb@deutscher-bogensportverlag.de
Relegation Bundesliga 2018 DBSV
Die offiziellen Ergebnisse sind ONLINE. Bundesligaufsteiger sind der SV Carl Zeiss Jena II und TIB Berlin http://www.dbsv1959.de/…/…/52/BL%20-%20Relegation%202017.pdf
3D-WM: Kristina Heigenhauser ist Vizeweltmeisterin mit dem Barebow
Bei den 3D-Weltmeisterschaften im französischen Robion erreichte Kristina Heigenhauser das Goldfinale mit dem Barebow. Im Duell gegen die Italienerin Cinzia Noziglia unterlag Heigenhauser und sicherte sich die Silbermedaille. Aus deutscher Sicht erreichte sie die beste Platzierung.
Die 3D-Weltmeisterschaft wurde vom 19. bis zum 24. September 2017 ausgetragen. Im Oktober tritt Kristina Heigenhauser mit dem Compound bei den Target-Weltmeisterschaften in Mexiko an.
Deutsche Teilnehmer der 3D-WM
CORDES Christian – Instinctive Men
FAWIER Arnold – Longbow Men
HARTWICH Dirk – Longbow Men
HEIGENHAUSER Kristina – Barebow Women
HEIGENHAUSER Roman – Instinctive Men
MAURER Christine – Barebow Women
PAAPE Ulrich – Barebow Men
PFLUG Sascha – Compound Men
PRUES Peer-Thorsten – Barebow Men
RIS David – Compound Men
SCHMIDT Bernd – Longbow Men
SCHOENHOFF Werner – Compound Men
STASZEWSKI Andreas – Barebow Men
WECKEN Susanne – Instinctive Women
Foto: World Archery
Trainingssysteme Für den Trainer? Für den Bogenschützen?
Steve Ruis und Markus Wagner haben ein Thema mit einem Schüler besprochen und NTS kam ins Gespräch. Ich unterrichte in der Regel nicht nach dem NTS, aber Elemente davon werden als Optionen für Bogenschützen angeboten, die erfahren möchten, wie man bestimmte Stilelemente verbessert. Für den Fall, dass Ihr es nicht wisst: NTS steht für „National Training System“. Die „Nation“ ist die U.S.A. und da ist es etwas eine Fehlbezeichnung. Ich neige dazu, es als das nationale „Lehrsystem“ zu sehen, weil es weniger in der Art des „Trainings“ formuliert worden ist. In jedem Fall zeigt das NTS den ganze Groll in den USA.
In diesem besonderen Fall antwortete mein Schüler, dass er das von mir erwähnte Trainingssystem NTS gelesen hat. Aber er sagte, dass er oft eher verwirrt und nicht aufgeklärt war durch das Lesen. Das ist kein ungewöhnliches Ergebnis, denn ich finde die NTS-Publikationen sind eher für Trainer und nicht so sehr für Bogenschützen geschrieben. Das ist nicht nur auf das NTS beschränkt, sondern auf viele solcher Systeme.
Ich schreibe meistens für Trainer. Aber ich schreibe auch für Bogenschützen (Winning Archery, Shooting Arrows, etc.) und ich fühle mich oft verpflichtet, zu erklären, warum bestimmte Dinge empfohlen werden. Das ist, wenn ich das „Warum“ bei dem „Was und Wie“ ergänze. Ansonsten klingt man ein wenig wie ein Diktator: „Tu das! Mach es einfach! Halte den Mund und tu, was du gesagt bekommst!“ Und ich habe diesen autoritären Ansatz noch nie gemocht.
Trainer, seriöse Trainer sowieso, müssen das „Warum“ hinter all der Form, Haltung und Ausführung der einzelnen Schritte, die sie lehren, kennen. Bei der Erlangung dieses Wissens wird ein System des Schussablaufs in unseren Köpfen gebildet, was uns erlaubt, lediglich nur „einen“ Bogenschützen zu betrachten und „zu sehen“, was dann z.B. scheinbar am meisten Arbeit bedarf. Wenn wir das „Warum“ hinter dem „Was und Wie“ nicht kennen, sind wir nur in der Lage, Bogenschützen den richtigen Weg zu zeigen und die Dinge zu tun, die auf den Beschreibungen der Verfasser solcher Trainingssysteme beruhen. Mehr und mehr bin ich davon überzeugt, dass es keine „richtige Technik“ oder „korrekte Technik“ gibt, dass jeder Bogenschütze seine eigene selbst entwickeln oder ausbilden muss.
Also schreibe ich das hier, um zu sehen, ob ich Ihnen helfen kann, zwischen „was der Trainer wissen muss“ und „was der Bogenschütze wissen muss“ zu unterscheiden. Bogenschützen, die mit einem Haufen von „was der Trainer wissen muss“ gefüttert werden, können nicht nur ein bisschen verwirrt werden (das wäre noch das gute Ergebnis), sondern es kann sie auch verunsichern (das wäre das schlechte Ergebnis). Dass sie versuchen, Dinge zu tun, die sie so nicht tun sollten und noch mehr durcheinander gewürfelt werden als sie schon waren. Das Folgende mag sehr vereinfacht klingen, aber das ist nur meine erste und beste Bemühung, diese Unterschiede aufzuzeigen.
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Die beste Hilfe bei Schulterschmerzen
Bogenschießen ist ein gesunder Sport, der kaum Verletzungsrisiken kennt. Doch den Schultermuskeln kommt eine besondere Bedeutung zu: Sie werden beim Bogenschießen stark gefordert. Weit verbreitet ist zum Beispiel die hoch gezogene Schulter – eine klare Fehlbelastung der beteiligten Muskeln.
Das Problem: Die Schulter ist für übermäßige Belastungen gar nicht ausgelegt. Als Kugelgelenk ist das Schultergelenk etwas anders aufgebaut als andere Gelenke im Körper: Die Gelenkpfanne des Schultergelenks ist deutlich kleiner als der Gelenkkopf (4:1). Dadurch besteht nur eine geringe Kontaktfläche und es kann leicht zu einer Instabilität kommen. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Schulter eine große Mobilität besitzt – in einem Kreis von 360 Grad kann sie bewegt werden.
Damit die Schulter stabil bleibt, umgibt ein kräftiger Muskelmantel das Gelenk. Vier Muskeln umspannen wie eine Manschette von hinten nach vorne den ganzen Oberarmkopf und werden unter dem Begriff Rotatorenmanschette zusammengefasst. Die vier Muskeln, die die Rotatorenmanschette bilden sind: Musculus subscapularis, Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus und Musculus teres minor. Da die Sehnen dieser vier Muskeln alle am Oberarmkopf ansetzen wird oft vereinfacht von „der Rotatorenmanschette“ gesprochen, obwohl es sich um mehrere Muskeln handelt.
Dr. Ansgar Ilg, Orthopäde im Orthocentrum Hamburg und Chefarzt der Parkklinik Manhagen: „Chronische Überlastung ist die häufigste Ursache für Schulterschmerzen bei Bogenschützen. Dies führt zu Abnutzungserscheinungen an Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen.“ Durch eine falsche Technik oder einseitiges Training kann dieser negative Prozess weiter beschleunigt werden.
Häufige Ursachen für Schulterschmerzen bei Bogenschützen:
Tendinopathie
Zu den häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen bei Bogenschützen zählen Erkrankungen der Sehnen, medizinisch Tendinopathien genannt. Sehnen verbinden die Muskeln mit den Knochen beziehungsweise den Gelenken. Die Kraftübertragung eines Muskels erfolgt stets über die zugehörige Sehne. Dr. Ilg: „Die Sehnen sind das schwächste Glied in der Kette. Muskeln passen sich einem neuen Trainingsplan schnell an, Sehnen brauchen Zeit.“ Zusätzlich problematisch: Es gibt nur wenige Blutgefäße in den Sehnen. Darum können sie sich schlecht regenerieren und heilen sehr schlecht. Eine langandauernde Überlastung führt oft zu Mikrotraumen (Kleinstrisse) in der Sehne, eine Entzündung entsteht. Dadurch wird die Sehne schlechter durchblutet, kaum mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und verschleißt immer mehr. Mitunter reißt die Sehne sogar. „Eine vorgeschädigte Sehne kann schon bei leichter Anstrengung reißen“, weiß Dr. Ilg. Vor allem die Supraspinatussehne gilt als sehr anfällig. Sie bildet den oberen Anteil der Rotatorenmanschette unter dem Schulterdach und trägt wesentlich zur Schulterzentrierung bei.
Muskuläre Verkürzungen
Manche Bogenschützen trainieren zu einseitig. Viele Muskeln werden aber kürzer, wenn sie einseitig bewegt und nicht regelmäßig gedehnt werden. Beim Bogenschießen sind es die Brust-, Rücken- und Schultermuskeln, die sich bei unausgewogenem Training verkürzen können. Das hat große Folgen für das gesamte Schultergelenk: Die verkürzten Muskeln verursachen nun stärkere Zugkräfte auf die jeweiligen Knochen, zwischen denen die Muskeln liegen. Da das Skelett den neuen Kräfteverhältnissen folgt, verändert sich nach und nach die Schulter selbst. Diese veränderte Gelenkstellung führt wiederum oft zu muskulären Fehlfunktionen (muskuläre Dysbalance), die zusätzlich Veränderungen im Spannungszustand der Muskulatur (Muskelhypertonus) verursachen können.
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Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit
Reflexbogen, Langbogen, Pfeile, Köcher und Zubehör gehörten zum Bogenschießen in der Römerzeit. Archäologische Funde und antike Bild- und Textquellen zeichnen uns heute ein farbiges Bild von der Ausrüstung ebenso wie vom praktischen Einsatz in Training, Sport, Kampf und Jagd. Durch experimentelle Forschungen werden die Effizienz und die Bandbreite des damaligen Bogengebrauchs anschaulich.
Römer, Orientalen, Griechen, Kelten, Germanen, Sarmaten und Hunnen – unterschiedliche Elemente der Bogenwaffe konnten sich im Imperium Romanum in einzigartiger Weise ergänzen. In diesem Buch werden technische Entwicklungen erläutert und in ihren jeweiligen Kontext gestellt.
Zum Bogenschießen in der Römerzeit bestehen beträchtliche Dokumentations- und Informationslücken. Es gibt zwar gute Detailanalysen und Fundbeobachtungen, auch erste praktische Erfahrungen mit ernsthaften rekonstruierenden Nachbildungen, insbesondere aber für den interessierten Laien waren fundierte Informationen nur sehr schwer und oft nur stückweise zugänglich.
Mit diesem Band liegt nun erstmals ein Werk vor, das nicht nur die entsprechenden Funde und Belege versammelt und den aktuellen Stand der Forschung präsentiert. Es fügt darüber hinaus die verschiedenen Mosaiksteine zu einem Gesamtbild zusammen und bietet weiterführende Interpretationsvorschläge. Somit werden der weiteren Forschung neue Impulse gegeben und dem interessierten Laien eine Fülle an Anschauungsmaterial zur Verfügung stellt.
Dieses Übersichtswerk bedient den wissenschaftlichen Anspruch der historischen Forschung ebenso wie den Wissendurst von Bogenschützen, Bogenbauern und Geschichtsdarstellern und vermittelt den Leserinnen und Lesern viele neue und oftmals überraschende Erkenntnisse. Wer sich für Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit interessiert, hat hier nun das umfassende Standardwerk zum Thema vorliegen, das man sich schon so lange gewünscht hat.
Holger Riesch: Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit.
Format 21 x 27 cm, Softcover, 300 Seiten, 200 Abbildungen.
Verlag Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2017, ISBN 978-3-938921-50-0, Preis 44,- €.
Erscheint Anfang Oktober.