Fürstenwalder Pneumant Pokal mit drei neuen DEUTSCHEN REKORDEN

Monika Lenz schoss 532 Ringe in der Ü50 Jagd. Leoni Raschke 578 Ringe in der U14 Recurve und Einzelmitglied Sybille Wiese aus Brandenburg schoss mit 539 Ringe Rekord in der Ü60 Recurve.

Text: DBSV

The Melody of Archery: Schieß deinen Song

Wenn man sich nur den Titel dieses Artikels hier anschaut, werden sicher viele fragen: „Wo ist die Verbindung zwischen Bogensport und dem Thema des Artikels?“ Was hat Bogensport mit Musik zu tun? Sollen wir jetzt alle anfangen an der Schießlinie zu singen? De Antwort ist (natürlich) NEIN!

 

Aber jeder, der mit dem Bogensport verbunden ist, sei es als Schütze oder Trainer, wird früher oder später sehen, dass es eine Vielzahl an Trainingssystemen gibt. Dort gibt es Schulungssysteme mit 5, 6, 10, 12 Phasen o.ä.. Die Entwickler solcher Trainingssysteme haben sich eine Menge Gedanken gemacht, wie man den gesamten (doch sehr komplexen) Schussablauf so systematisch wie möglich erklären und vermitteln kann. Wie kann jemand Bogenschießen so einfach wie möglich erklären, obwohl der Schussablauf eben ein sehr komplexer Vorgang mit vielen Einzelschritten ist. Und genau so sind diese Systeme auch aufgebaut: Schritt für Schritt.

Stand, Mind-Set, Platzieren der Bogenhand, Hochnehmen des Bogens, Ausziehen, Expansion, Zielen, Lösen, Nachhalten. So oder in ähnlicher Form sind die Trainingssysteme aufgebaut, um eben den gesamten Schussablauf in seinen einzelnen Sequenzen vermitteln und erlernen zu können. Es gilt dann eben diese A-Z-Prozedur zu erlernen und immer und immer wieder zu wiederholen. In der immer gleichen Art und Weise und in der immer gleichen Zeitabfolge. Das Alles in eine harmonische Bewegung zu bringen.

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Deutscher Rekord des Troisdorfer Bogenschützen / Stiller Paukenschlag durch Guy Ulenaers

Mit einem tatsächlich stillen Paukenschlag  eröffnete Guy Ulenaers die Hallensaison der Bogenschützen.
Im ersten Wettkampf des traditionellen „Rheinischen Hallen Championates“ in Wassenberg siegte er über 25 m bei den Senioren mit 535 Ringen. Er verbesserte den alten Rekord von 521 Ringen mehr als deutlich.

Nur gemerkt hat es zunächst keiner:

Eine Kampfrichterin machte ihn erst eine Woche später darauf aufmerksam. Inzwischen ist der deutsche Rekord auch offiziell beim Deutschen Schützenbund anerkannt worden und der Paukenschlag darf jetzt auch laut sein.

Wenn der Sport unter die Haut geht…

Die Geschichte von Tätowierungen – umgangssprachlich Tattoos genannt – ist nahezu so alt wie die Menschheit selbst. Egal ob im alten Ägypten, im feudalen Japan oder der Neuzeit der westlichen Welt. Tattoos kann man fast zu jeder Zeit und an jedem Ort während der gesamten Entwicklung der Menschheit vorfinden. Sogar an den 5000 Jahre alten Überresten der Gletscher-Mumie Ötzi finden sich Spuren von Markierungen, die mit einer Nadel unter die Haut gebracht wurden. Unser Ötzi hatte also schon Geschmack an Tätowierungen gefunden.

 

Im 20. Jahrhundert der westlichen Welt waren Tattoos meist an Seefahrern oder Sträflingen zu finden. Zu dieser Zeit bestand der Sinn eines Tattoos hauptsächlich darin, durch das Tattoo auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe aufmerksam zu machen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts haben die Tattoos aber auch den Einzug in unser alltägliches Leben gefunden. Das Tattoo wird heute eher als Mittel zur Personalisierung und Individualisierung des eigenen Körpers genutzt. Egal an welcher Körperstelle, egal wie groß – vom Mini-Tattoo bis zur Ganzkörpertätowierung ist jedes Motiv möglich. Der eine lässt sich den Namen des Kindes am Handgelenk stechen, der andere gleich die Konterfeis seiner gesamten Lieblings-Rockgruppe über den gesamten Rücken verteilt.

 

Ist es da ein Wunder, dass sich auch der ein oder andere Bogenschütze seinen Lieblingssport auf seiner Haut verewigt? Bekannt sind sicherlich Tattoos von Topschützen wie Carlo Schmitz oder Sjef van den Berg. Das Tattoo von Carlo besteht aus dem Wort Archery, einem sich darunter befindlichen Pfeil, auf dem sich das Zeichen für Unendlichkeit befindet. Sjef trägt als Teilnehmer der olympischen Spiele 2016 auf seinem rechten Schulterblatt die 5 olympischen Ringe, die von einem Pfeil durchkreuzt werden. In der heutigen Ausgabe des Magazins wollen wir euch drei weitere Schützen mit ihren Tattoos und deren Bedeutung vorstellen.

 

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Wie man Veränderungen vornehmen sollte

Die Grundstruktur des Bogenschießens scheint drei Phasen zu umfassen. Zuerst muss ein Bogenschütze seinen Schuss erstellen, bauen, finden. Zweitens muss der Bogenschütze diesen Schuss (er)lernen. Ich benutze in diesem Zusammenhang den Satz: „Sie müssen ihren Schuss besitzen“. Und drittens muss der Bogenschütze seinen Schuss beibehalten. Die erste Phase ist geprägt von intensivem Lernen, die zweite Phase durch hohe Schussvolumina in der Praxis und der dritte ist durch Wettkämpfe und niedrigere Schussvolumina bei der Aufrechterhaltung eines Schussablaufs geprägt.

 

In der ersten Phase ermahne ich dazu, dass keine hohen Schussvolumina gemacht werden. Das Schießen großer Schussvolumina ist wie das Auswendiglernen. Sobald Sie etwas auswendig lernen, ist es fast unmöglich es wieder zu vergessen. Wenn ein Bogenschütze mit hohen Schussvolumina beginnt, speichert er einen Schuss, den er später evtl. nicht mehr verwenden wird. Dieser „alte Schuss“ kann aber wieder auftauchen, wenn ein Bogenschütze unter dem Druck der Konkurrenz in einem Wettkampf in Stress gerät. Dieser „alte Schuss“ wird eine Option für Ihr Unterbewusstsein, das dann nach Lösungen für Ihr Problem sucht.

 

Zum besseren Verständnis möchte ich dies mit ein paar Zahlen verdeutlichen. Nehmen wir einmal an, dass der Schussablauf Nr.1 10.000 mal ausgeführt wurde, dann aber diese Ausführung als fehlerhaft erkannt wurde. Nun wird Schussablauf Nr.2 kreiert und 10.000 Mal ausgeführt. Dieser Ablauf war ebenfalls fehlerhaft, sodass ein weiterer (Nr.3) erstellt wird und dieser schließlich (sofern nun als „richtig“ bezeichnet) der „Keeper“ ist. Es sind also 30.000 Ausführungen/Schussabläufe ausgeführt worden, um so weit zu kommen. Das dauert natürlich Jahre.

 

Jede dieser Schusseabläufe (Nr. 1 bis 3) steht unserem Beispielbogenschützen im Verhältnis (grob) zur Anzahl der Ausführungen zur Verfügung, wobei natürlich die Erinnerung eine wichtige Rolle spielt. Wenn nun 20 Prozent nach Schussablauf Nr. 1, 20 Prozent unter Verwendung von Nr.2 und 60 Prozent unter Verwendung des zuletzt erarbeiteten Schusses Nr. 3 ausgeführt wurden, ist Schuss Nr. 3 am einfachsten abzurufen und durchzuführen. In der Regel wenigstens.

 

Wenn aber nun unser Bogenschütze unter Stress kämpft und ständig sein Unterbewusstsein „anpickt“, indem er sich fragt was er falsch macht werden diese alten Schüsse als Optionen unbewusst auftauchen und unser Bogenschütze wird einen alten Schuss oder Teile eines alten Schusses finden; beide minderwertig und weniger geübt. Sie können das wahrscheinliche Ergebnis sehen. Ich habe das immer und immer wieder bei jungen Bogenschützen (und alten) festgestellt. Wenn Sie an Ihre Wettkampferfahrungen zurückdenken, werden Sie möglicherweise Situationen wiederfinden, in denen Ihnen oder Ihren Schülern dies passiert ist.

 

Die Konsequenz daraus? Mein Ansatz ist es, dieses Problem – soweit es möglich ist – zu vermeiden, indem wir eine Strategie des Lernens anwenden, die den Schuss Nummer eins zu „deinem“ Schuss von Anfang an macht, also keine Zeit, Energie und kein Geld in Ausführungen investiert werden, die nicht funktionieren und später nur Probleme verursachen. Das Ziel beim Kreieren eines Schusses oder dessen Wiederaufbau muss also ein Ablauf sein, der so nah wie möglich am Optimum für Ihren Bogenschützen ist.

Viele Bogenschützen scheinen zu glauben, dass der in Fachbüchern beschriebene Schussablauf das Ziel ist oder sein sollte. Entgegen dieser Vorstellung sage ich, dass ich keinen Top-Bogenschützen sehe – nicht einen(!) – der so schießt, wie es die Fachbücher vorgeben. Der „Lehrbuch-Schuss“, der in so vielen Büchern – selbst meinen eigenen -beschrieben wird, ist nur ein generisches Modell, das fast so aussieht, wie es bei den meisten Schützen am Ende aussehen wird.

 

Aber einzelne Bogenschützen sind nun einmal nicht „wie meisten Leute“, und ihr Schuss wird sich wahrscheinlich auf eine oder mehrere Arten von den Lehrbuchbeschreibungen unterscheiden. Ich kenne einige Olympiasieger, die ziemlich eigenwillige Schussabläufe/Stile hatten. Viktor Ruban, Oh Jin Hyek und Michele Frangilli zum Beispiel, um nur mal einige zu nennen.

 

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Karin Glashagel bricht Deutschen Rekord

Mit einem Deutschen Rekord hat das Hallenchampionat von NRW für Karin Glashagel vom Nördlichen Dortmunder Schützenbund begonnen. In Oberhausen gelang der Compoundschützin auf der 18m-Distanz der zweite Coup nach ihrem ersten Deutschen Rekord, den sie am 28. Februar 2016 zum Abschluss der Championatsserie auf der 25m-Distanz mit 566 von 600 möglichen Ringen in Dortmund geschossen hatte.

 

In Oberhausen führte sie ihre Konkurrenz nach den ersten 30 Pfeilen mit 285 Ringen an, legte 288 Ringe nach und übertraf mit 573 Ringen den bisherigen Rekord in der Damen Masterklasse um fünf Ringe. „Ich habe gut trainiert, aber dass die Saison gleich mit meinem zweiten Rekord beginnen würde, hat mich schon sehr überrascht“, freute sich die Dortmunderin, die bei den Meisterschaften für den CfB Soest schießt. Das Hallenchampionat von NRW wird seit 1967 durchgeführt. Zu den Ausrichtern gehören neben Oberhausen noch der BC Gelsenkirchen, der CfB Soest, der SV-Stockum-Werne und der TuS Barop.

 

Angst

Dieser Begriff hat im Bogensport eine ganz unglaubliche Bedeutung. Die Definition des Wortes lautet wie folgt: “ein besorgniserregendes Gefühl hervorgerufen durch drohende Gefahr, Übles, Schmerz etc., wobei die Bedrohung sowohl real als auch imaginativ sein kann; das Gefühl oder der Zustand, ängstlich zu sein.” Von Rick McKinney

Das passiert ziemlich oft im Zuge eines Turniers. Ich mochte die Werbung von Nike immer sehr gerne: “Just do it.” Und den Aufdruck auf Shirts: “No Fear.” Wir sollen demnach keine Angst haben und es einfach tun! Beides sind sehr gute Ansätze, um ein Top-Bogensportler zu werden.

Es ist nicht leicht, sich selbst dazu zu bringen, keine Angst zu haben. Allerdings realisieren gerade junge Schützen ihre Angst meist nicht, da sie diese Emotion bis dahin nocht nicht wirklich erlebt haben. Ich erinnere mich an Denise Parker als sie gerade 13 Jahre alt war und sich mit der damals besten amerikanischen Bogenschützin Luann Ryan während der Pan-Amerika-Spielen ein Zimmer teilte. Letztere war nur etwas älter als Denise. In diesem gemeinsamen Hotelzimmer fragte Denise Luann, ob sie (also Luann) wirklich daran glaubte, die Spiele zu gewinnen. Obwohl Denise sich sehr wohl ihrer eigenen und Luanns Fähigkeiten bewußt sein musste, konnte sie es sich nicht vorstellen, wie Luann glauben konnte, sie könne Denise schlagen! Das erstaunte Luann und ich denke, es war eine absolut brilliante Strategie der 13-Jährigen (obwohl es werden geplant noch wohl so beabsichtigt war), Luann den Faktor “Angst” deutlich zu machen. Danach war Luann nicht mehr sie selbst. Sie konnte sich einfach nicht richtig auf die Spiele einlassen. “Kindermund tut Wahrheit kund”, könnte man es fast nennen.

 

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Die Favoriten zeigen sich gleich zum Auftakt

Erfolgreiche Favoriten zum Auftakt in die 21. Bundesligasaison mit dem Recurvebogen, aber auch zwei Aufsteiger sorgten für Aufsehen. Die ersten Ergebnisse der jeweils acht Mannschaften in den Gruppen Nord und Süd versprechen viel Spannung im Kampf um die jeweils vier Finalplätze wie gegen den Abstieg.

Im Norden sind es gleich drei der letztjährigen vier Finalisten, die schon nach den ersten Kräftemessen oben stehen. Vor allem der SV Querum startete mit fünf Siegen, bei einer Niederlage gegen Herne und einem Remis gegen Aufsteiger Rheydt, sehr gut. Das Team von BB Berlin, bei dem sich Trainerin Irene Abel vor der Saison um den Klassenerhalt sorgte, verlor nur gegen Querum und den SV Dauelsen, bei fünf Siegen auf der Habenseite. Überraschend stark mit zehn Punkten begann auch Sherwood BSC Herne, der letzte Saison lange gegen den Abstieg gekämpft hatte.

Aufsteiger Rheydt hingegen fuhr nur, und ausgerechnet, gegen den ersten Spitzenreiter Querum einen Sieg ein, ansonsten setzte es ausschließlich Niederlagen. Überraschend ist der zunächst vorletzte Tabellenplatz des SV Dauelsen, der im Februar noch als strahlender Deutscher Meister die Wiesbadener Finalhalle verlassen hatte. Nur bei den Remis gegen Rheydt und Köln sowie beim abschließenden 6:4-Sieg gegen den Tabellenzweiten Berlin punktete das Team von Trainer Andreas Hehenberger.

Einen sehr guten Auftakt erwischte Aufsteiger BSV Zierenberg. Zwei Zähler liegt das Team aus Nordhessen hinter dem Vierten aus Blankenfelde und damit der Finalqualifikation zurück. Nach zwei Auftaktniederlagen gewannen die Zierenberger mit 6:4 über Dauelsen, 6:2 gegen Köln und zum Abschluss 6:4 über Rheydt.

Ein ganz ähnliches Bild ergibt die erste Tabelle im Süden. Von den vier Vorjahresfinalisten sind mit Ebersberg, Tachterting und Welzheim gleich drei auch auf den ersten drei Plätzen. Ebersberg kassierte seine einzige Niederlage gegen Tacherting mit Johannes Maier, das seinerseits wiederum nur gegen die SGi Welzheim verlor. Die Schwaben wiederum unterlagen Ebersberg und etwas überraschend den BS Neumarkt, ansonsten nahmen sich die Spitzenteams also nur untereinander Punkte ab.

Der Coup gegen Welzheim ist einer der Gründe, warum Neumarkt mit sieben Punkten erster Verfolger des Spitzentrios ist. Der Finalteilnehmer BC Villingen-Schwenningen hat dagegen einen schwachen Start erwischt und ist mit nur einem Sieg Tabellenvorletzter – dieser Erfolg fiel allerdings mit 7:1 und gegen Emporkömmling Neumarkt so überraschend wie klar aus. Erstes Schlusslicht ist Aufsteiger SG Freiburg, der nur beim 6:4 über Villingen-Schwenningen im Südbaden-Duell zu Punkten kam.

Stark begann dagegen Aufsteiger SGi Ditzingen mit jeweils zwei Siegen und Remis. 6:2 gegen Freiburg und 6:4 gegen Villingen-Schwenningen bedeuteten die Siege, dazu kamen zwei 5:5-Unentschieden gegen Vogel Östringen und Neumarkt. Das bedeutet Rang fünf und einen Zähler hinter dem wichtigen vierten Platz, den Neumarkt belegt. Vogel Östringen hat als Sechster mit fünf Punkten schon drei Zähler zwischen sich und die Abstiegsplätze geschoben.

 

Text: DSB

Mentaltraining – Wissenschaft oder doch Bauchgefühl?

Die Meisten werden wissen, dass Bogenschießen zu den komplexesten Sportarten (wie auch z.B. Golf) gehört. Das bezieht sich zum einen auf den technischen (die Schießtechnik betreffend und auch das Material/Setup) als auch den mentalen Anspruch. Unabhängig von der derzeitigen Medienpräsenz unseres Sports, der sich sicherlich auf den olympischen Recurve und den Compoundbogen nach WA-Regeln begrenzt, können wir Bogenschützen in verschiedene Stufen einteilen. Da ist sicherlich der Freizeit-/Hobbyschütze, der als Ausgleich zu Beruf und Familie einfach einen entspannenden Sport betreiben möchte. Er hat im Grunde kein großes Interesse an Turnieren, die vielleicht über die Vereinsmeisterschaften hinausgehen. (Die Schützen, die nur ein bisschen im eigenen Garten rumflitschen lasse ich hier mal außen vor.) Und dann haben wir noch die Schützen, die sehr leistungsambitioniert sind. Sie möchten an Meisterschaften teilnehmen; Bundesliga, Landes- und Deutsche Meisterschaften, europäische oder eben noch höhere Wettkämpfe. Diese auf Leistung ausgerichteten Schützen wissen, dass ein guter Coach unabkömmlich ist. Ohne externes Coaching kommt kaum ein Top-Schütze heute zurecht. (Die wenigen genialen Autodidakten mal ausgenommen). Der Trainer kann Fehler von außen wesentlich leichter erkennen und beurteilen, Verbesserungen vorschlagen und bei der Umsetzung dieser hilfreich zur Seite stehen. Viele Vereine lehren die Grundlagen des Bogenschießens durch einen Vereins-Trainer (Übungsleiter oder Trainer-C o.ä.) oder einen erfahrenen Schützen.

Techniktraining & Mentaltraining

Direktes und indirektes Mentaltraining

Authentizität und Intuition

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Eine Bogen-Bundesligasaison mit vielen Unbekannten

Zwei Wochen ist mit der Weltmeisterschaft gerade der Jahreshöhepunkt der Bogenschützen überschritten, da beginnt schon die neue, 21. Saison der Bundesliga mit dem Recurvebogen. Es dürfte eine Runde mit vielen Unbekannten werden.

So weiß Berlins Trainerin Irene Abel nicht, ob ihre Gleichung aufgeht. Im Februar stand ihr ständig zu den Favoriten zählendes Team im Wiesbadener Finale und wurde Dritter, jetzt ist es das erste Ziel der Hauptstädter, den Abstieg zu vermeiden. Denn Bundestrainer Oliver Haidn hat seinen Nationalschützen eine mehrwöchige Pause dringend empfohlen, um nach der langen Saison mit dem späten Highlight die Akkus wieder aufzuladen. Bei Berlin werden deshalb die Olympiazweite von Rio, Lisa Unruh, und Elena Richter wohl zunächst fehlen, auf unbestimmte Zeit.

Auch Meister Dauelsen werden diese Sorgen in Bezug auf Florian Kahllund plagen, in Mexiko im Mixed gemeinsam mit Lisa Unruh Zweiter. Dagegen kann Vizemeister SV Querum mit bester Formation in die Samstag in Leverkusen bei Gastgeber KKB Köln startende Saison in der Nordgruppe gehen. Auch der weitere Finalist Blankenfeld, der sich mit B-Kader-Schützin Isabel Viehmeier noch verstärkt hat, hat seine „volle Kapelle“ zur Verfügung. Dies gilt ebenso für Köln und Herne, aber auch die Aufsteiger Rheydt und Zierenberg. Die Liga, da sind sich alle Beteiligten einig, ist ausgeglichen wie nie, das Niveau in den letzten Jahren stetig gestiegen.

In der Gruppe Süd, die am Samstag beim BC Villingen-Schwenningen einsteigt, konzentriert sich die Frage, wann die Nationalschützen einsteigen, auf Welzheim und die BSG Ebersberg. Finalteilnehmer Ebersberg hatte Michelle Kroppen und Maximilian Weckmüller im WM-Rennen, Welzheim Camilo Mayr und, für Luxemburg startend, Jeff Henckels.

Da die Ausgeglichenheit im Süden geringer ist, zählen beide Teams ebenso zu den neuerlichen Finalanwärtern wie die weiteren Finalteilnehmer dieses Jahres, Villingen-Schwenningen und Tacherting mit Katharina Bauer, das Anfang des Jahres Gruppensieger geworden war. Doch eine Überraschung, etwa durch Vogel Östringen, ist keineswegs ausgeschlossen, ein Zähler fehlte den Schwaben im Februar zur Finalteilnahme. Spannend wird ebenfalls sein, wie sich die Aufsteiger, Rückkehrer SG Freiburg und die SGi Ditzingen mit Jonathan Vetter schlagen werden, der in Argentinien dem Deutschen Schützenbund den Bogen-Quotenplatz für die Olympischen Jugendspiele im kommenden Jahr in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gesichert hatte.

 

Text: DSB/Harald Strier