Vorverkauf für Bundesliga Finale Bogen gestartet

Mit den Erfolgen bei den Olympischen Spielen sowie beim Weltcup 2017 in Berlin sorgte der Bogensport für Rekord-Zuschauerwerte vor den Fernsehern in deutschen Wohnzimmern. Ähnlich hochkarätig geht es wieder zu, wenn am 24. Februar 2018 die Top-Bogenschützen aus Deutschland nach Wiesbaden in die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit kommen. Beim erstklassig besetzten Bundesliga Finale kämpfen dann die besten nationalen Teams von 12:30 Uhr – 17:30 Uhr um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters.

 

Die unter der Schirmherrschaft des Wiesbadener Oberbürgermeisters, Herrn Sven Gerich, stehende Veranstaltung, ist ein eindrucksvolles leistungssportliches Highlight mit vielen Nationalkaderathleten unter den Teilnehmern.  Ob es allerdings zu der Revanche zwischen den Vize-Weltmeistern im neuen olympischen Mixed-Wettbewerb Lisa Unruh und Florian Kahllund kommt, entscheidet sich erst im Laufe der beiden abschließenden Vorrundenwettkämpfe. Der Fockbeker konnte mit seinem SV Dauelsen seine Partnerin und den BSC BB-Berlin beim Bundesliga Finale 2017 zwar im Halbfinale ausschalten, steht aber in der laufenden Saison noch vor großen Aufgaben, um den Einzug in das Saisonfinale zu erreichen.

Ob die offene Rechnung beglichen werden kann, erleben voraussichtlich über 1.000 Zuschauer in der Halle am Platz der Deutschen Einheit, die – wie der Wiesbadener Kurier berichtete – wieder für ein „farbenfrohes Spektakel“ sorgen werden. Mit dieser Aussage als Anspruch wird den Gästen neben den hochklassigen Wettkämpfen wieder ein attraktives Rahmenprogramm geboten.

 

Eintrittskarten stehen bereits jetzt im Vorverkauf zur Verfügung.

Preise:

  • 7,00 Euro Normalpreis*
  • 5,00 Euro Ermäßigt* (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner sowie Schwerbehinderte, jeweils gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kinder unter 6 Jahren erhalten kostenfreien Eintritt)

*zzgl. evtl. anfallender Gebühren (Versandkosten, Tageskassenzuschlag)

Vorverkaufsstellen:   

  • Persönlich: Geschäftsstelle Deutscher Schützenbundes, Lahnstraße 120, 65195 Wiesbaden
  • E-Mail: tickets@dsb.de
  • Telefon: 0611/46 807 82
Wie schnell solltest Du schießen?

Steve Ruis: Ich kam vom Feldbogenschießen und habe für ein paar Jahre nicht auf Zeit geschossen und, oh man, es machte mich sehr nervös, als ich es das erste Mal tat. (Ich bin einer jener Leute, die früh für alles auftauchen; Sie kennen den Typ.) Nachdem ich von meiner ersten Begegnung mit einer Schießuhr zu einem nervösen Wrack wurde, hatte ich das Gefühl, dass ich etwas dagegen tun müsste.

Die meisten Jugendlichen, die mit einer Uhr aufwachsen, haben meine Probleme nicht. Tatsächlich beeinflusst die Uhr sie fast nie, weil sie wie „Maschinengewehr-Kelly“, peng-peng-peng schießen. Eine 3er-Passe dauert 24 Sekunden, eine 6er-Passe ist in anderthalb Minuten erledigt.

Da Bogenschießen ein Wiederholungssport ist, ist Tempo ein Schlüsselfaktor dafür, wie konsequent wir sein können. Wenn Sie schneller oder langsamer (als Ihr optimales Tempo) schießen, werden Ihre Ringzahlen sinken. Eine Scoring-Strategie darf also das konsistente Schießtempo nicht beeinträchtigen. Zum Beispiel empfehlen einige, eine 6er-Passe in zwei 3er-Passen, mit einer kurzen Pause dazwischen zu teilen, um die Energieverluste durch das Schießen der ersten drei Pfeile abzufangen. Wenn man aber schnell drei Pfeile schießt, man eine Pause macht und dann schnell die anderen drei Pfeile schießt, endet man zweimal mit dem ersten Pfeil einer Passe. Und der erste Pfeil hat keinen vorherigen Schuss, der ihn prägt. Das natürliche Timing eines Schusses setzt den Zeitpunkt des zweiten Pfeils im Allgemeinen innerhalb von 30 Sekunden nach dem ersten Schuss fest, da es Einschränkungen gibt, wie lange man ein Gefühl oder einen Gedanken im Gedächtnis behalten kann (und ich denke, kann es aber nicht beweisen, dass dies ca. 30 Sekunden lang möglich ist). Wenn Sie den letzten Pfeil nicht als Beispiel für eine Pre-Shot-Visualisierung verwenden können, müssen Sie etwas verwenden, das Sie aus dem Langzeitgedächtnis abrufen, was im Allgemeinen als weniger genau und daher als weniger hilfreich gilt. Aufgrund dieser Einschränkung schießen die meisten Elite-Bogenschützen jeden Pfeil auf die gleiche Weise in der gleichen Zeit und nacheinander bis zum Ende.

Mehr im BOGENSPORT MAGAZIN

Neue deutsche Rekorde beim DBSV

Die Mannschaft des NBAV Neuenstadt, Herren Ü55 Blankbogen schoss auf der BzM Halle Schwaben eine neuen Deutschen Rekord mit 1390 Ringen. Deutscher Rekord Nr.2: Patrick Piecha/SSV Baiertal , Compound U17 über 18 Meter mit 581 Ringen.

Kongress des Bogensport-Weltverbandes in Mexiko-City

Im Rahmen der Weltmeisterschaft in Mexiko-City hielt auch der Bogensport-Weltverband World Archery (WA) seinen 52. Kongress ab. Neben den Wahlen standen auch weitere richtungsweisende Entscheidungen auf dem Programm.

 

Dabei wurde Ugur Erdener aus der Türkei für vier weitere Jahre in seinem Amt als Präsident des Weltverbandes bestätigt. Martin Bauer, der Anti-Doping-Beauftragte beim Deutschen Schützenbund, wurde zum Vorsitzenden der Medizinische Kommission gewählt und Andreas Lorenz wurde im Target-Komitee als Stellvertreter bestätigt und begleitet das Amt auch bis 2021.

Verschoben wurde eine andere Entscheidung. Und zwar die über die Zukunft der Hallen-Weltmeisterschaften. Es gibt Überlegungen, sie abzuschaffen und dafür die WA-Indoor-Weltcups mehr in den Vordergrund zu rücken. Eine Entscheidung darüber wurde allerdings auf das Jahr 2019 verschoben. Dieser Kongress wird im holländischen Hertogenbosch stattfinden, dem nächsten Austragungsort der WA-Weltmeisterschaft und der Para-WM.

Auch bei der Durchführung der großen internationalen Wettbewerbe wie beispielsweise der Weltmeisterschaften wird sich etwas ändern. Künftig ziehen in den Mannschaftswettbewerben nicht nur 16, sondern 24 Mannschaften in die Finalrunde ein. Die acht Teams, die nach der Vorrunde die Plätze eins bis acht belegen sind automatisch für die nächste Runde der letzten 16 – also das Achtelfinale – qualifiziert, während die anderen 16 über eine Ausscheidungsrunde die acht Teams ermitteln, die zusammen mit den bereits gesetzten Acht das Achtelfinale komplettieren, von dem ab dann natürlich so weiter geschossen wird wie bisher.

Auch wurde über die Hallen-Weltmeisterschaft diskutiert um das abzuschaffen und die WA Indoor-Cups mehr zu fördern. Das Thema wurde aber auf das Jahr 2019 verschoben. Der Kongress findet im holländischen Hertogenbosch statt, wo auch die nächste Para- und WA-Weltmeisterschaft ist.

Beim Kongress in Mexiko wurden Andorra, die Vergin-Inseln, der Kongo, Djibouti, Saint Kitts und Nervin als weitere Voll-Mitglieder des Verbandes aufgenommen.

Diamond Archery Medalist 38

Der Medalist 38 ist der neue Scheibenbogen von Diamond Archery, eine Tochter der Firma Bowtech. Immer mehr Hersteller bringen nun auch günstigere Bögen auf dem Markt. Henning Lüpkemann hat ihn sich näher angesehen.

Während andere Firmen damit werben nun günstiger zu sein, ist Diamond Archery generell im unteren bis mittleren Preissegment angesiedelt. Auf den neuen Medalist 38 wurde ich aufmerksam, als Morgan Lundin, der mehrfache Weltmeister aus Schweden, damit zu sehen war. Ich fragte ihn also bei der nächsten Gelegenheit, warum er nicht zu dem teureren Bowtech-Bogen gegriffen habe. Seine Antwort war sehr nordisch nüchtern: „Der Bogen zielt sehr ruhig und trifft exzellent“. Ich bekam die Chance dien Bogen mal genauer unter die Lupe zu nehmen und zu schießen.

Die Achslänge des Medalist 38 beträgt auch genau 38 Zoll und die Standhöhe des Bogens ist 7 1/8“. Alles zusammen sind das sehr gute Eckdaten für einen guten Allroundbogen für die Scheibe und verschiedene Auszugslängen. Das Gewicht beträgt 4,5 Pfund, was auch für Frauen und Jugendliche sehr gut geeignet ist. Das Zuggewicht beträgt offiziell 50 bis 60 Pfund, gemessen sind es 48 bis 61 Pfund.

Martin Imboden erreicht in Lausanne einen neuen Weltrekord im Para-Bogenschiessen

Martin Imboden schoss am Indoor-Turnier im WAEC Lausanne einen Weltrekord. Er erzielte auf 25 Meter hervorragende 570 Punkte. Insgesamt schoss Imboden 30 Mal einen Zehner, 30 Mal schoss er einen Neuner. Der Weltrekord wurde vom Weltverband World Archery genehmigt.

Kampf dem Doping: Auf der Jagd nach schwarzen Schafen

Doping – es ist eine Geisel des Sports. Wettbewerbsverzerrend, gesundheitsgefährdend und in vielen, vielen Sportarten auf der ganzen Welt ein Thema. Dabei gibt es nur einen sicheren Weg, mögliche „schwarzen Schafe“ unter den vielen sauberen Sportlern herauszufinden und saubere Wettkämpfe zu gewährleisten: Kontrollen. Dies gilt natürlich auch für den Schießsport. Allerdings: Der deutsche Bogensport scheint sauber zu sein.

 

Der Deutsche Schützenbund hat sich dabei in allen Punkten den Dopingbestimmungen von IOC, DOSB, ISSF, WA, WADA und NADA unterworfen. Diese Regelungen sind Satzungsbestandteil und Teil des nationalen wie auch internationalen Regelwerkes. Der Deutsche Schützenbund nimmt am Verfahren der regelmäßigen Trainingskontrollen teil. Insgesamt werden von den Schützen des Deutschen Schützenbundes bei unangekündigten Trainings- und Wettkampfkontrollen im In- und Ausland jährlich mehrere hundert Proben genommen und in den, durch die WADA akkreditierten, Laboren in Köln und Kreischa analysiert. Erfreulich: Wie der Anti-Dopingbeauftragte des Deutschen Schützenbundes (DSB), Martin Bauer, gegenüber dem BOGENSPORT MAGAZIN sagte, hat es bis heute noch keinen Dopingfall im Deutschen Sport gegeben.

 

Mehr in der neuen Ausgabe vom BOGENSPORT MAGAZIN

Neue Produkte und Tipps vom Olympiasieger

Wie jedes Jahr um diese Zeit bringen alle Hersteller im Bogensport zum Winter hin ihre neuen Produkte auf den Markt. So natürlich auch die Firma Win&Win Archery. Mit einem großen Unterschied: Park Kyung-Rae selbst, CEO und Gründer des Unternehmens, schnappte sich sein Team und machte sich zwei Wochen auf den Weg, seine Produktneuheiten seinen Kunden zu präsentieren. Markus Wagner schildert seine Eindrücke.

 

Das Team, das ihm zur Seite stand, waren sein Sohn Tony Dongwon Park als Juniorchef), Marketingdirektor Eddy Jung und kein Geringerer als der vierfache Weltmeister und Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele von 2008 in Peking im Recurve-Mannschaftswettbewerb Chang-Hwan Lee.

 

Die letzte Etappe der Tour war in Duisburg. Organisator hier war Carsten Riedl mit seinem Unternehmen „Inner Circle Archery“ Ich war zu der Veranstaltung eingeladen eingeladen konnte mir so selbst ein Bild machen. Ich kenne Produktpräsentationen noch aus der Zeit, als ich als Sales-Agent für einen Bogensportgroßhändler im deutschen Gebiet unterwegs war. Wie schon zuvor an zwei weiteren Terminen Aspach in Österreich und in Bad Blankenburg war Duisburg aber nun weit mehr als eine Produktveranstaltung. Es war ein Seminar, bei dem die reine Produktshow nur ein kleiner Teil war.

 

In den ersten zwei Stunden stellte Park seine Neuentwicklung bei den Mittelteilen, Wurfarmen, Visier und Stabisystemen. Was mir bei dieser Art der Präsentation immer wieder auffiel war die Tatsache, dass Park sehr emotional war. Der Mann dort vorne präsentierte nicht nur einfach seine Produkte. Er zeigte, wie sehr der Bogensport mit Emotionen verbunden ist.

 

Ich gewann den Eindruck, dass er wohl nie aufhören wird, seine Produkte noch näher an das „Sich-Wohl-Fühlen“ des Schützen zu bringen. Wenn man sich einmal die Schwingungsgrafiken anschaut, die er bei jeder Produktentwicklung von neuen Mittelteilen, Wurfarmen und Stabilisationen neu erstellt und sie mit den bisherigen vergleicht sieht man, dass diese Ausschläge immer flacher werden. Er wird wohl nicht damit aufhören, immer und immer wieder zu versuchen, noch bessere Materialien zu entwickeln, bis diese Grafiken eine Flat-Line (Null-Linie) anzeigen. Das scheint, in meinen Augen, seine Motivation zu sein.

 

Mehr in der neuen Ausgabe vom BOGENSPORT MAGAZIN

 

Deutsche Rekorde wurden (DBSV) aktualisiert. Stand: 18.11.2017

http://www.dbsv1959.de/index.php/sport/rekorde


Das Kalenderjahr 2017 ist nun für unser DBSV Runarchery Nationalteam zu Ende

Viele Erfolge konnten Marco Kreische, Sandra Verena Borrack, Tom Florian Borrack, Philipp Baur, Katharina Pausch, Niklas Krause und Sandra Szulc für sich verzeichnen. Ein kleiner Jahresrückblick soll die top Leistungen unserer Athleten verdeutlichen.