Wenn am 24. Februar die Entscheidung im Bundesligafinale Bogen in der Halle am Platz der deutschen Einheit fällt, dann ist natürlich auch der Großteil der deutschen Bogenelite am Start.
Angeführt von Superstar Lisa Unruh geht der BSC BB-Berlin als einer der Favoriten an den Start, zumal mit Elena Richter, Eric Skoeris, Marc Rudow und Alexander Nehls weitere Bundeskader-Athleten im Aufgebot des Hauptstadt-Klubs stehen. Der Nord-Erste SV Querum mit dem Nationalkaderschützen Florian Floto, Teilnehmer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, sowie der SGI Welzheim mit dem Luxemburger Jeff Henckels, mehrfacher Teilnehmer bei den Olympischen Spielen, und Camilo Mayr, der 2012 in London am Start war, sind ebenfalls glänzend besetzt. Bei der BSG Ebersberg, die in der Vorrunde auf Platz drei landete, gehen gleich vier Nationalkaderschützen an den Start. Darunter Michelle Kroppen und Maximilian Weckmüller, dem Junioren Welt- und Europameister von 2014. Somit fehlt eigentlich nur Topschütze Florian Kahllund, der mit Titelverteidiger SV Dauelsen überraschend die Qualifikation verpasste.
Bundestrainer Oliver Haidn sieht dem Finale mit Vorfreude entgegen, auch wenn mit Kahllund einer seiner Top-Athleten fehlt: „Generell wäre es schön, wenn alle Bundeskader in Wiesbaden dabei wären, weil es auch eine großartige Vorbereitung für die weitere Saison ist. Solche Events benötigen wir, damit sich die Athleten beweisen müssen und bestehen.“
Tickets für das Bundesligafinale in der hessischen Landeshauptstadt gibt es in der Geschäftsstelle des Deutschen Schützenbundes (Lahnstraße 120, 65195 Wiesbaden), per E-Mail: tickets@dsb.de oder über Telefon: 0611/46 807 82. Das Finale wird live im kostenlosen Livestream bei www.sportdeutschland.tv übertragen.
Cedric Rieger schmeißt Ellison bei der WM aus dem Rennen!
Die Hallen-Weltmeisterschaft 2018 in Yankton/USA hat begonnen und endet am 19. Februar 2018. Mit dem Recurve wurden bereits am 15.02. die Qualifikationsrunden abgeschlossen. Aus deutscher Sicht war der Einstieg mit Überraschungen verbunden.
Lisa Unruh begann gesundheitlich angeschlagen die Qualifikationsrunde mit 29 Ringen und beendete schon nach der ersten Passe die Qualifikationsrunde, landete damit auf dem letzten Platz. Mit geschonten Kräften und taktisch klug ging die Berlinerin damit in die Matchrunden und siegte hier mit 6:4 gegen Veronica Marchenko aus der Ukraine. Sie steht nun im 1/8-Finale. Beste Deutsche in der Qualifikationsrunde wurde Elena Richter. Sie schoss 583 Ringe und erreichte damit Rang 4. Mit einem BYE übersprang sie das erste Match und steht ebenfalls im 1/8-Finale. Michelle Kroppen erreichte mit 577 Ringen den achten Rang. Auch Kroppen zog das BYE und steht im 1/8-Finale. Das Top-Ergebnis schoss die Japanerin Yu Irie mit 591 Ringen.
Das deutsche Damenteam steht nach der Qualifikationsrunde auf Rang 7 und wird gegen die Damen aus Japan antreten.
Bei den Herren konnte Cedric Rieger mit 583 Ringen den 21. Rang und die aus deutscher Sicht beste Platzierung in der Herrenklasse erreichen. Volle Nervenstärke bewies Rieger im Match gegen Brady Ellison aus den USA. Nach einem 5:5 platzierte Ellison den Stechpfeil in der 9, Rieger allerdings in der 10 und warf damit den US-Athleten aus dem Rennen. Damit geht es für den symphatischen Deutschen in das 1/8-Finale. Florian Kahllund schoss in der Qualifikationsrunde nur zwei Ringe weniger, doch die 581 Ringe ließen ihn auf Rang 26 rutschen. Im ersten Match stand der Informatikstudent dem Italiener Massimiliano Mandia gegenüber. Auch die beiden hatten sich nichts zu schenken und standen schließlich bei 5:5. Beide schossen mit dem Stechpfeil eine 10, doch der Italiener platzierte den Pfeil dichter in der Mitte und entschied dieses Duell für sich und gegen Kahllund. Damit ist Kahllund aus dem Rennen um die Einzelmedaillen. Maximilian Weckmüller schoss 568 Ringe und beendete die Qualifikationsrund mit Rang 41. Das reichte nicht für die Einzelduelle. Das Top-Ergebnis des Tages präsentierte der Japaner Yuki Kawata mit sagenhaften 598 Ringen. Er lag damit nur einen Ring unter dem aktuellen Weltrekord. Doch auch der Niederländer Sjef van der Berg schoss die 598 Ringe mit exakt gleicher Anzahl von Treffern in der 10 und in der 9. Er setzte damit den 17 Jahre alten Europäischen Rekord auf eine neue Bestmarke!
Die deutsche Herrenmannschaft erreichte in der Qualifikationsrunde Rang 9. Die Mannschaft tritt im 1/8-Finale gegen Frankreich an.
Matthias Protafke schoss in der Juniorenklasse 563 Ringe und erreichte damit Rang 18. Im Einzelduell gegen den US-Amerikaner Trenton Cowles unterlag der Deutsche mit 2:6. In der weiblichen Juniorenklasse konnte Charline Schwarz den 17. Rang mit 556 Ringen erreichen. Sie allerdings schmiss mit 6:2 die Mexikanerin Alexa Rivera aus dem Duell und tritt im 1/8-Finale an.
Deutsche Athleten mit dem Compound nehmen an der Hallen-WM 2018 nicht teil.
Unruh siegt in Las Vegas
Nächster Erfolg für Lisa Unruh. Die deutsche Top-Bogenschützin siegte beim Hallen World Cup-Finale in Las Vegas/USA und kassierte 3.700 US Dollar für den Triumph.
Die Berlinerin setzte sich gegen hochklassige Konkurrenz durch und verwies die Russin Sayana Tsyrempilova sowie die Koreanerin Surin Kim auf die Plätze. Vor allem im Halbfinale bewies Unruh ihre Qualitäten, als sie bei Gleichstand im entscheidenden Satz 29:28 gegen die Koreanerin Yeji Sim siegte. Im Finale gewann die 29-Jährige dank einer perfekten 30 im vierten Durchgang 6:2 gegen die Russin. Durch den Triumph schob sich die Olympia-Zweite von Rio auf Rang drei des aktuellen World Cup Rankings und ist nun erste Verfolgerin der Koreanerinnen Kim und Sim.
Unruh sagte: „Meine harte Arbeit zahlt sich aus, auch wenn ich ein paar Probleme mit der Technik hatte. Aber natürlich bin ich zufrieden, vor dieser großen Kulisse und gegen die harte Konkurrenz gewonnen zu haben.“
Bundesliga Bogen: „Wie ein WM-Finale!“
Das Bundesligafinale im Bogensport am 24. Februar in Wiesbaden lockt Fans wie auch Experten gleichermaßen an. So fiebert auch Bundestrainer Oliver Haidn der Veranstaltung entgegen: „Das Finale in Wiesbaden ist – von der Aufmachung – einmalig, und es gibt diesbezüglich keinen Unterschied zu einem WM-Finale wie z.B. 2016 in Ankara.“
Wer bereits Augenzeuge des Events in der Halle am Platz der deutschen Einheit war, kann diese Aussage unterstreichen: Mit aufwändiger Licht- und Tontechnik werden die Bogensportler in Szene gesetzt, die Zuschauer in der Halle können jeden Schuss und jedes Duell dank modernster Technik bestens verfolgen. Zudem sorgt der DSB dafür, dass auch die Daheimgebliebenen nicht leer ausgehen müssen: im kostenlosen Live-Stream bei www.sportdeutschland.tv werden die Entscheidungen in Viertel-, Halb- und Finale zu sehen sein, fachkundig begleitet von Andreas Lorenz (u.a. ehemaliger Junioren-Welt- und Europameister) und Detlef Ahlers (2. Vorsitzender der Stommelner Bogenschützen). Damit setzt der DSB den eingeschlagenen Weg fort, denn auch das Bundesligafinale Luftpistole und Luftgewehr in Paderborn wurde übertragen und erfreute sich großer Beliebtheit.
Für den Bundestrainer hat das Finale in Wiesbaden aber nicht nur eine so hohe Bedeutung, weil es den Bogensport in bestmöglicher Weise präsentiert, sondern natürlich auch aus sportlicher Sicht: „Die Bundesliga hat einen sehr hohen Stellenwert! Sie ist das Bindeglied zwischen Spitzen- und Breitensport. Das Niveau ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, deshalb ist es für die Nationalkaderathleten ein hervorragendes Training und für uns Trainer zugleich eine Sichtung für junge Kader.“
Das Gesamtpaket aus Spitzensport, Unterhaltung und Information stimmt also, sodass Haidn treffend sagt: „Die Bundesliga hat einen einmaligen Stellenwert in Europa, es gibt nichts Vergleichbares im Ausland!“
Alle Infos zum Bundesligafinale Bogen: www.bundesliga.dsb.de
Die Leistungskurve zeigt nach oben
Die Bundesliga-Saison 2017/2018 ist vorbei, die Pfeile geschossen. Die Chance, um ein bisschen zurückzublicken, Statistik zu betreiben und die Saison einzuordnen und dabei vor allem auch einmal die leistungsmäßige Entwicklung der Liga seit ihrer Gründung unter die Pupe zu nehmen.
Man hört und liest hin und wieder, dass die Bundesliga „immer schwerer“ oder „immer stärker“ würde. Oft wird dabei nicht näher ausgeführt, worauf sich diese Erkenntnisse denn nun stützen. Sind damit nun die Ergebnisse der besten Teams oder der Durchschnitt der gesamten Liga gemeint ist? Oder sind es die Ergebnisse, die reichen, um ins Finale zu kommen oder wird vielleicht von dem Resultat ausgegangen, das notwendig ist, um den Klassenerhalt zu schaffen? Häufig ist es auch ein nur eher ein diffuses Gefühl, dass man doch früher mit dieser Leistung gut mithalten haben könne, während man jetzt aber damit stark zu kämpfen habe.
Gefühle können indes täuschen. Gerade in einer so auf Ergebnisse fixierten Sportart wie dem Bogenschießen ist es angebracht, den „gefühlten Wahrheiten“ mal mit Zahlen und Fakten auf den Zahn zu fühlen.
Wenn ich an dieser Stelle von „Bundesliga“ spreche, meine ich die 1. Bundesliga Nord und die 1. Bundesliga Süd. Für einen Statistiker ist die höchste Liga natürlich am interessantesten. Nicht nur, weil sich die Ergebnisse dort teilweise der Perfektion annähern, sondern weil sich dort gewissermaßen die Leistungsfähigkeit einer ganzen Sportart zeigt. Ähnliche Auswertungen zu anderen Ligen „weiter unten“ im Ligabaum werden hoffentlich noch folgen.
Das folgende Diagramm zeigt die Ergebnisse von allen Mannschaften, die seit Beginn der Bundesliga in der Saison 1997/1998 in der 1. Bundesliga Nord und Süd teilgenommen haben. Ein Punkt entspricht der Leistung einer Mannschaft in einer Saison heruntergebrochen auf den Ein-Pfeil-Durchschnitt, auf der linken Achse aufgetragen. Die Mannschaften aus dem Norden sind rot, die aus dem Süden blau eingetragen.
Mehr in der neuen Ausgabe vom BOGENSPORT MAGAZIN
Wir stellen vor: das neue Mittelteil „Kinetic Forged Stylized“
Nachdem wir in der Ausgabe 6/2017 den Compoundbogen Kinetic Trium X vorgestellt haben, ist dieses Mal das neue Mittelteil „Kinetic Forged Stylized“ der belgischen Firma SSA Sporting Goods dran.
Unser Autor Burkhard Gauding, Trainer in verschiedenen Vereinen, sucht für seine fortgeschrittenen Schützen immer Mittelteile, die auch im Preis- und Leistungsverhältnis zu dem jeweiligen Schützen passen.
„Gerade in den ersten zwei bis drei Jahren ist es nicht wichtig und notwendig gleich einen Bogen für mehrere tausend Euro zu haben. Der Bogenschütze sollte erst einmal den Bewegungsablauf im Bogensport erlernen. Hier erfüllen Mittelteile in der Preisklasse bis 250 Euro durchaus ihren Zweck und reichen vollkommen aus,“ so Burkhard.
In den letzten Jahren hat die Firma Kinetic genau für diese Zielgruppe bereits die Mittelteile „Halo“ und „Heat“ mit Erfolg herausgebracht. Nun erweitert Kinetic die Baureihe um ein weiteres, hochwertigeres Mittelteil unter 250 Euro, das seit Ende Januar auf den deutschen Markt erhältlich ist. Der Name:„Stylized“.
Besonders der Abstiegskampf verspricht viel SpannungBevor am 24. Februar das große Finale in Wiesbaden steigt, müssen sich die Teams der Bundesliga Bogen am vierten und letzten Wettkampftag der Normalrunde noch einmal bewähren. Im Süden in Welzheim (Franz Baum Halle, 73642 Welzheim) steht dabei der Abstiegskampf im Mittelpunkt, im Norden in Verden (Turnhalle der BBS, Neue Schulstraße 5, 2728 Verden/Aller) scheint es im Kampf um den letzten Finalplatz enger zuzugehen.
Die punktgleichen Teams aus Ditzingen und Freiburg sowie das nur um einen Zähler besser platzierte Team des BC Villingen-Schwenningen werden in Welzheim hart miteinander ringen, welche beiden Mannschaften absteigen müssen. Auch die mit vier Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge ausgestattete SSG Vogel Östringen ist noch nicht am rettenden Ufer.
Andererseits dürfte es für Östringen nahezu unmöglich zu sein, sich noch um einen Rang zu verbessern und damit den derzeit Vierten aus Neumarkt von den Finalplätzen zu verdrängen. Gastgeber Welzheim kann den Wettkampf wie die zweitplatzierte FSG Tacherting sorgenfrei angehen, beide haben ihre Tickets für Wiesbaden schon definitiv gesichert.
Im Norden versucht der SV Dauelsen nach einem miserablen Saisonstart, sich auf den letzten Drücker noch ins Finale vorzuarbeiten. Bei diesem Unterfangen genießt das Team um Ex-Europameister Florian Kahllund (Foto) Heimrecht. Dauelsen, der Meister des Vorjahres, muss allerdings als Fünfter einen Zwei-Punkte-Rückstand auf die Blankenfelder Bogenschützen aufholen. Die ersten drei Teams, der SV Querum, BSC BB Berlin und Sherwood Herne, sind dagegen praktisch schon für das Finale qualifiziert.
Am Tabellenende werden sich der KKB Köln und der Rheydter TV dem schier unmöglichen Unterfangen stellen, noch dem Abstieg zu entgehen. Beide Teams haben zehn Zähler auf dem Konto und damit sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Dort rangiert der Aufsteiger BSV Zierenberg, der trotz zuletzt schwächerer Resultate genügend Vorsprung aufzuweisen scheint.
Text: DSB
Bild: Günter Kuhr
Kisik Lee in München
Kisik Lee trainierte in der Vergangenheit Bogensportler in Südkorea, Australien und heute in den USA. Immer dort wo der Erfolgstrainer seine Arbeit aufnimmt, regnet es olympische Medaillen. Seine Athleten konnten bis heute sieben Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und vier Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen gewinnen. Er formte 11 Weltmeister, acht Vizeweltmeister sowie fünf Bronzegewinner bei den Weltmeisterschaften.
Von seinem Potential als Trainer können Sie nun profitieren, denn Kisik Lee ist zusammen mit Jon Bernard in Hallbergmoos und gibt dort eines der weltweit begehrten Seminare für Bogenschützen und Trainer.
Datum: 30. Mai bis 02. Juni 2018
Wo: Sport- und Freizeitpark Hallbergmoos, Am Söldnermoos 61, 85399 Hallbergmoos
Sprache: Englisch
Dieses KLICC-Seminar (Kisik Lee International Coaching Certification) ist gerichtet an Bogenschützen und Coaches. Es versetzt die Teilnehmer in die Lage, den KSL Shot Cycle zu verstehen und umzusetzen.
Das Seminar beinhaltet drei Level:
Level 1 ist ein Theorie-Level, richtet sich an Trainer und Schützen und vermittelt die fundamentalen Kenntnisse des KSL Shot Cycle. Level 1 wird durch einen Multiple Choice-Test erlangt bei mindestens 80% richtiger Antworten. Über 90% erlaubt auch den sofortigen Level 2-Test.
Level 2 ist ein Paxis-Level, richtet sich an Coaches, die Level 1 schon mindestens ein Jahr besitzen oder den Level 1-Test mit über 90% abgeschlossen haben. Es geht hier darum, die Fähigkeit zu erlangen, Schützen den KSL Shot Cycle zu vermitteln. Der Level 2-Test ist ein praktischer Test, bei dem der Teilnehmer Coach Lee und eventuellen Beisitzern zeigen muss, dass er den KSL Shot Cycle komplett versteht und beherrscht.
Level 3 ist der Top-Level. Es geht darum, die Fähigkeit zum „Coach the Coaches“ zu erlangen und Schützen zu hohen Levels mit dem KSL Shot Cycle geführt zu haben. Level 3 ist ein Auge-in-Auge Test mit Coach Lee und wird frühestens nach drei Jahren verliehen.
Derzeit gibt es weltweit etwa 100 Level 1-Inhaber, etwa 26 Level 2-Coaches und exakt zwei Level 3-Coaches. Als Teilnehmer müssen Sie nicht zwangsläufig die Prüfungen ablegen. Sie können sich als Teilnehmer auch einfach nur informieren, erhalten dann kein Zertifikat. Die Zertifikate stehen für Qualität, können aber in Deutschland nicht in einen DOSB-Trainerschein umgeschrieben werden.
Zeitplan & Inhalte
Mittwoch, 30. Mai 2018
10:00 – 16:00 – Level 1
16:00 – 18:00 – Level 2 und 3 Training
Donnerstag, 31. Mai 2018
09:00 – 16:00 – Level 1
16:00 – 18:00 – Level 2 und 3 Training
Freitag, 01. Juni 2018
09:00 – 16:00 – Level 1
16:00 – 18:00 – Level 2 und 3 Training
Samstag, 02. Juni 2018
09:00 – 10:00 – KSL Level 1 Test
10:00 – Level 1 Präsentationen
11:00 – 18:00 – Level 2 und 3 Tests und Präsentationen
Kosten pro Teilnehmer einschließlich MwSt.
Level 1: 800 EUR
Level 1 und 2: 1000 EUR
Level 2: 400 EUR
(enthält Auffrischung für Inhaber des Level 1)
Level 3: 400 EUR
(enthält Auffrischung für Inhaber des Level 1)
Weitere Informationen und Anmeldung zum Seminar
www.kisiklee.com
Bundesligafinale Bogen in Wiesbaden
Am Samstag, 24. Februar 2018, kommt das Bundesligafinale im Bogensport zum dritten Mal nach Wiesbaden. Bei diesem sportlichen Highlight messen sich die acht besten Teams aus Deutschland und ermitteln den Deutschen Mannschaftsmeister.
Von November 2017 bis Februar 2018 werden die Wettkämpfe in den Bundesligen Nord und Süd ausgetragen. Die jeweils vier Erstplatzierten qualifizieren sich für das Finale. Am 24. Februar 2018 wird dann der Verbandssitz in Wiesbaden wieder zum Austragungsort des Saisonfinales. Die qualifizierten Teams streiten in einer Ausscheidungs- und anschließenden K.O.-Runde in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters.
Die neuerlichen Erfolge bei den World Games und den Weltmeisterschaften in Mexico City haben wieder einmal unterstrichen, dass die deutschen Bogensportlerinnen und Bogensportler um Lisa Unruh zu den besten ihrer Zunft gehören. Die Berlinerin gewann die World Games und konnte mit ihrem Partner Florian Kahllund sensationell die Silbermedaille im Mixed-Wettbewerb bei den Weltmeisterschaften erringen. Beim Bundeligafinale haben die beiden allerdings noch eine Rechnung offen, denn bei der vergangenen Veranstaltung schaltete Florian Kahllund mit seinem SV Dauelsen seine Partnerin Lisa Unruh und den BSC BB-Berlin im Halbfinale aus. Ob sich die beste deutsche Bogenschützin und ihr BSC BB-Berlin in diesem Jahr wieder im Halbfinale geschlagen geben muss, bleibt abzuwarten, schließlich hat die Berlinerin jüngst den Hallenweltrekord eingestellt.
Gäste können selbst zum Bogen greifen
Den Zuschauerinnen und Zuschauern wird neben den sportlichen Wettkämpfen wieder ein außergewöhnliches Rahmenprogramm mit einer Eröffnungs-Zeremonie, Video-Trailern und Live-Moderation geboten. Wer selbst einmal einen Bogen in der Hand halten und sein Talent im Bogensport kostenfrei testen möchte, hat am Sonntag, 25. Februar, von 10 bis 13 Uhr in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit die Gelegenheit dazu. Mitglieder der Bogensportvereine aus Wiesbaden und Umgebung werden dabei den Interessierten mit Rat und Tat beiseite stehen.
Tickets für das Bundesligafinale kosten zwischen fünf und sieben Euro und können per E-Mail tickets@dsb.de oder per Telefon unter der 0611 / 46807-82 angefordert werden. Auch an der Tageskasse können Eintrittskarten mit einem Zuschlag von einem Euro pro Ticket erworben werden. Weitere Informationen sind unter www.blf-bogen.de zu finden.
NSSV – Niedersächsischer Sportschützenverband e.V.
Die zehn besten Übungen fürs Aufwärmen
Richtiges Aufwärmen vor dem Bogenschießen ist sehr wichtig, wird aber von vielen Bogenschützen unterschätzt. Unser Experte Christian Petersen, Trainer beim Hamburger Bogenschützen Gilde, stellt die besten Aufwärmübungen vor.
Beim Bogenschießen werden bestimmte Muskeln, Gelenke und Bänder besonders gefordert – und sollten vorher ausreichend auf die Belastung vorbereitet worden sein. „Ohne eine gute Erwärmung drohen Zerrungen und andere Verletzungen“, sagt Christian Petersen, Trainer der Hamburger Bogenschützen Gilde von 1930 e.V., dem ältesten reinen Bogensportverein Deutschlands. Es gilt: Je besser das Warm-up, desto erfolgreicher später das Bogenschießen.
Beim allgemeinen Aufwärmen stehen die Schulter-, Arm- und Rückenmuskeln im Mittelpunkt. Mit schwenkenden und kreisenden Bewegungen der Gliedmaßen kann der Körper optimal auf das spätere Schießen eingestimmt werden. „Bei den Übungen sollte der Körper aber nicht voll belastet werden, sondern höchstens bis zur Hälfte der maximalen Leistungsfähigkeit“, rät Petersen. „So behält der Bogenschütze später die nötige Ruhe, um konzentriert zu schießen.“Das Theraband ist ein gutes Hilfsmittel für bestimmte Übungen. Das Band kann in mehrfacher Weise eingesetzt werden. Es gibt unterschiedliche Härtegrade der Bänder: Für den Anfänger im Bogensport empfiehlt Petersen das mittlere rote Band. Für Kinder ist das etwas leichtere gelbe Band gut geeignet. Fortgeschrittene Bogenschützen kommen sicher mit dem starken grünen oder extra starken blauen Band gut zurecht.
Zum Bogensport gehört im Idealfall auch ein Ausdauertraining, das zweimal pro Woche ausgeführt werden kann. Das stärkt die allgemeine Kondition. Beispiel: An zwei Tagen pro Woche 45 Minuten laufen oder schwimmen.
Wichtig: Auch beim Training ist ein gut ausgebildeter Bogensporttrainer „Gold“ wert. Schließen Sie sich daher am besten einem Verein an. Im Idealfall gibt der Trainer Ihnen ein regelmäßiges Feedback.
Mehr in der neuen Ausgabe vom BOGENSPORT MAGAZIN!