Bogen-WM 2023: DSB erhält mit Berlin den Zuschlag
Großartige Nachrichten für alle Bogensport-Fans: Die Bogen-Weltmeisterschaft 2023 findet in Berlin statt. Diese Entscheidung fiel einstimmig auf der Präsidiums-Sitzung des Bogensport-Weltverbandes World Archery (WA) am vergangenen Wochenende in Herzogenbusch/NED. „Das ist großartig, Berlin ist definitiv bereit und reif für die WM“, zeigte sich Deutschlands Top-Schützin Lisa Unruh begeistert.
Foto: DSB / Berlin freut sich über die Bogen-WM 2023.
Foto: DSB / Berlin freut sich über die Bogen-WM 2023.

Die Bogen-WM in Berlin ist der Höhepunkt und die logische Folge der vergangenen Jahre der Strategie „DSB-Bogensport 2025“, die die kontinuierliche Entwicklung und Stärkung des Bogensports in Deutschland vorsieht: 2007 erfolgte mit der WM in Leipzig der Startschuss. Darauf aufbauend wird auf nationaler Ebene seit mehreren Jahren das Bundesligafinale groß aufgezogen, 2018 fand die Deutsche Meisterschaft im Freien auf dem Bowling Green, dem attraktivsten Platz, in Wiesbaden statt. 2019 ist der Bogensport Bestandteil von „Die Finals“, dem Wochenende der Deutschen Meisterschaften mit insgesamt zehn Sportarten in Berlin. Alle genannten Veranstaltungen wurden und werden umfassend in ARD & ZDF übertragen.

Seit 2017 richtet der Deutsche Schützenbund in der Sportmetropole Berlin einen Weltcup aus – in diesem Jahr vom 2.-7. Juli. 2020 ist zudem das letzte Olympia-Qualifikationsturnier für Tokio 2020 Bestandteil des Weltcups. DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels kommentierte: „Der WM-Zuschlag krönt unsere Anstrengungen zur Weiterentwicklung des Bogensports in Deutschland. Dies wäre ohne die starke Partnerschaft und erhebliche finanzielle Unterstützung durch das Land Berlin nicht möglich gewesen. Unser Dank geht daher nach Berlin und allen unseren Mitgliedern, die diese Bewerbung erst ermöglicht haben.“ Mit der WM in vier Jahren findet nach 1979 (Berlin) und 2007 (Leipzig) bereits zum dritten Mal eine Bogen-WM auf deutschem Boden statt.

Wir sind sicher, dass wir in Berlin eine Weltmeisterschaft von herausragender Qualität erleben werden.

Prof. Dr. Ugur Erdener, WA-Präsident

WA-Präsident und IOC-Vizepräsident Prof. Dr. Ugur Erdener sagte: „Die Auswahl starker Gastgeber für unsere wichtigsten Meisterschaften im nächsten olympischen Vierjahreszeitraum ist für den Erfolg des Bogensports bei den ersten Sommerspielen in Europa seit London 2012 von entscheidender Bedeutung. Wir sind sicher, dass wir in Berlin eine Weltmeisterschaft von herausragender Qualität erleben werden.“

Über die WM in Berlin nach Paris 2024

Die WM 2023 in der Sportmetropole Berlin wird – wie die in Kürze beginnende in Herzogenbusch (10.-16. Juni) – eine Quotenplatz-WM und somit das entscheidende Turnier auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2024 nach Paris. Berlins Sportsenator Andreas Geisel freut sich ebenfalls auf die WM-Ausrichtung: „Für die Sportmetropole Berlin ist die Vergabe ein großartiger Erfolg. Wieder findet ein internationaler Spitzensportevent bei uns statt. Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns damit entgegengebracht wird. Berlin ist mit der Weltcup-Serie 2017-2020 bereits Bogensport-erprobt und somit bestens auf die Weltmeisterschaft 2023 vorbereitet.“

WA-Wahlen: Brokamp und Steffens gewählt

Neben der WM-Vergabe erzielte der DSB weitere Erfolge: DSB-Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp, seit 2011 Präsidiums-Mitglied der WA, wurde zum Vizepräsidenten des Weltverbandes gewählt. Sabrina Steffens ist neu gewähltes Mitglied im Kampfrichter-Komitee, nachdem sie diese Position im vergangenen Jahr bereits kommissarisch ausgeübt hatte. „Wir sind sehr froh, dass wir den Kongress unseres Bogensport-Weltverbandes so erfolgreich abschließen konnten und unsere beiden Kandidaten für diese wichtigen Positionen mit großer Mehrheit gewählt wurden. Ich freue mich, dass wir über die Mitgliedschaft in den verschiedenen Gremien der WA zukünftig weiterhin die Entwicklung des Bogensports an entscheidender Stelle mitgestalten können“, kommentierte Hans-Heinrich von Schönfels.

Text: DSB

Dr. Spot: Leser fragen – Experten antworten (3)

Beginnend mit der Ausgabe 2/2019 hatten unsere Leserinnen und Leser erstmalig die Gelegenheit, ihre Fragen rund um den Bogensport an unsere Expertinnen und Experten zu richten. Natürlich möchten wir diese überaus interessanten Inhalte auch unseren Online-Usern nicht vorenthalten. Deshalb werden wir in unregelmäßigen Abständen einige Fragen und Antworten auch auf unserer Homepage veröffentlichen.

Die Frage unseres Lesers:

Als Neuling frage ich mich, wie die ganz einfachen Pfeilauflagen, bei denen der Pfeil weder nach rechts, links oder unten Bewegung hat, schießtechnisch zu sehen sind. Eigentlich handelt es sich nicht um Auflagen, eher um Führungen. Der Pfeil kann doch eigentlich nur nach oben „rausgedrückt“ werden, durch den Widerstand der Feder. Oder sehe ich das falsch?

Wie kann ich als Schütze am besten damit umgehen? Einen Pfeil mit weichen Naturfedern nehmen und mich nicht weiter um das „Pfeil-Paradoxon“ kümmern?

Etwas ratlos,

Heinz L.

Andreas Lorenz antwortet:

Hallo Heinz,
ich nehme an, dass Sie bei Ihrer Frage von einem Recurve-Bogen ausgehen. 
Durch das Pfeil-Paradox – das durch das Lösen der Sehne durch die Finger der Sehnenhand ausgelöst wird – wird sich der Pfeil immer Richtung Mittelteil verbiegen, egal was für eine Pfeilauflage verbaut ist. 
Tatsächlich wird sich der Pfeil auf dem Weg aus dem Bogen (das zeigen Hochgeschwindigkeitsaufnahmen) nicht nur nach vorne und in sich seitlich stauchen (eben durch das Paradox), sondern in weitere Richtungen bewegen oder verbiegen: Dies ist durch andere Faktoren gegeben, zum Beispiel Nockpunkthöhe, Tiller (auch bei Holz- oder Langbögen) oder Spine des Pfeiles.
Einige koreanische Olympiasiegerschießen die Hoyt-Super-Rest: sie scheinen keine Clearance-Probleme zu haben! Ich hoffe, dass die Frage somit beantwortet wurde.

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Generalprobe für die WM in ’s- Hertogenbosch

Weltcup Antalya: Es ist der letzte Wettkampf vor der WM in ’s-Hertogenbosch Niederlande (10.-16. Juni) Für die deutschen Recurve-Schützen: Katharina Bauer, Michelle Kroppen, Elena Richter, Lisa Unruh, Florian Kahllund, Cedric Rieger, Maximilian Weckmüller und Felix Wieser ist es der letzte Test für die WM. Für die Compound-Schützen ist es der entscheidende Wettkampf für die WM-Tickets.

Das gesamte Recurve-Team bereitete sich nach einer kurzen Erholungsphase mit einer speziellen Vorbereitung auf diesen WC vor, mit der Prämisse und in Blickrichtung WM. Es wurde die Ausrüstung (Tuning) nochmal überprüft und das Training wurde besonders mit wettkampfspezifischen Inhalten bestückt. Der WC in Antalya wird dem Bundestrainer und den Athleten zur leistungsorientieren Kontrolle dienen um beim Abschlusstraining vor der WM an den Erkenntnissen zu arbeiten.

Ähnlich geht das Compound-Team in Antalya an den Start. Doch zuerst muss die letzte Hürde der Qualifikation genommen werden. Der WC ist für die Compounder der zweite und entscheidende Teil der WM-Qualifikationsstufe. Erst danach stehen die beiden Teams fest. Somit ist nicht nur der extreme Druck durch internationale Konkurrenz vorhanden sondern auch aus den eigenen Reihen.

Um die WM-Teilnahme kämpfen in der Türkei: Kristina Heigenhauser, Velia Schall, Jennifer Wenzl, Marcus Laube, Leon Hollas, Marcel Trachsel und Sebastian Hamdorf

Dieser Weltcup wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf die WM geben, denn die meisten Nationen werden in Antalya dabei sein um sich ebenfalls auf die wichtige WM und mit dem Blick auf die Quotenplätze vorzubereiten.

Als Trainer und Betreuer werden mit dabei sein: Recurve- Oliver Haidn(Foto), Natalia Butuzova, Susanne Hentsch, Gregor Kuhn, Compound -Holger Hertkorn (Foto)

Fotos: Eckhard Frerichs

Bogen-WM: Das deutsche Recurve-Team steht

Die Pfeile sind geschossen, der Recurve-Kader steht: Michelle Kroppen, Elena Richter, Lisa Unruh, Florian Kahllund, Cedric Rieger und Maximilian Weckmüller werden den DSB bei der Bogen-WM im niederländischen Herzogenbusch (10. bis 16. Juni) vertreten und um die Quotenplätze und Medaillenränge kämpfen.

Vorausgegangen war eine intensive Qualifikationsphase mit Maßnahmen in Kienbaum, Bukarest/Rumänien und Medellin/Kolumbien. „Die Qualifikationsphase hat den Schützen viel abverlangt, war aber auch eine notwendige Vorbereitung für die kommenden Aufgaben“, urteilte Bundestrainer Oliver Haidn. Während es bei den Frauen frühzeitig auf das Trio Kroppen, Richter und Unruh hinauslief, entbrannte bei den Männern ein harter Kampf um die drei WM-Plätze. Vor allem zwischen Felix Wieser und Kahllund ging es ganz „eng“ zu. Am Ende entschied sich Haidn für den routinierten Kahllund, der im Ranking zwar knapp hinter Wieser lag, aber in den Einzel-Wettkämpfen in Bukarest (2. Platz) und Medellin (9. Platz) jeweils stärkster DSB-Akteur war und in der kompletten Qualifikationsphase 134 Ringe mehr schoss. „Wir haben Florian in die Mannschaft genommen, weil er nicht nur viel Erfahrung bei Weltmeisterschaften aufweisen kann, sondern vor allem durch seine Stärke in Drucksituationen gerade auch in der Saison 2019 überzeugen konnte“, so Haidn.

Der Bundesausschuss Spitzensport schloss sich dem Nominierungsvorschlag von Haidn an, der das Sextett nun in Kurztrainingslagern in Berlin und Magstadt weiter auf die WM vorbereitet.

Insgesamt zeigte sich Haidn mit den Darbietungen seiner Auserwählten zufrieden: „Wir gehen mit einem tollen Team und Selbstvertrauen zur WM, sind uns aber bewusst, dass das internationale Niveau in 2019 nochmals gestiegen ist. Das haben der Grand Prix in Bukarest und der Weltcup in Medellin nochmals untermauert. Aber auch wir sind besser, als jemals zuvor und können und sollten uns noch steigern.“

Das WM-Team für den Compoundbogen wird erst nach dem Weltcup in Antalya/Türkei (20. bis 26. Mai) nominiert.

Ein weiteres Ergebnis der WM-Qualifikation ist die finale Besetzung des Bogenteams für die European Games in Minsk/Weißrussland (21. bis 27. Juni): Das für die WM nominierte Frauen-Trio wird ebenso am Start sein wie Cedric Rieger und die Compound-Schützen Janine Meißner und Marcel Trachsel.

Weiterführende Links

www.worldarchery.org
www.archery2019.com

Text:DSB
Bilder: Eckhard Frerichs

Dr. Spot: Leser fragen – Experten antworten (2)

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Die Frage unseres Lesers:

Darf ich nach der Bogenkontrolle im laufenden Wettkampf noch den Pfeilsatz wechseln, weil zum Beispiel Wind einsetzt und der zweite Pfeilsatz mit kleineren Federn besser geeignet ist?

Sabrina Steffens antwortet:

Ja, nach dem Regelwerk des DSB darf der Pfeilsatz in jeder Bogenart und bei allen Wettkämpfen während des Wettkampfs gewechselt werden. Allerdings müssen alle Pfeile innerhalb einer Passe gleich sein, und alle im Wettkampf voraussichtlich verwendeten Pfeile müssen dem Kampfrichter bei der Gerätekontrolle vorgezeigt werden.

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Dr. Spot: Leser fragen – Experten antworten (1)

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Die Frage unseres Lesers:

Wie kann man die Bogenschulter unten halten (in einer stabilen Stützposition fixieren) bzw. verhindern, dass die Bogenschulter beim Auszug hoch kommt?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Lis Unruh antwortet:

Das ist eine sehr gute Frage, die mehrere Schritte erfordert. Zunächst muss die Basis geschaffen werden. Dabei ist es wichtig, die Bogenhand, Bogenschulter und Zugschulter in eine Linie zu bringen, damit die biomechanischen Eigenschaften des Körpers perfekt ausgenutzt werden. Das bedeutet, dass man diese Schulterposition ohne viel Kraftaufwand halten kann. Um zu kontrollieren ob die Bogenschulter richtig in der Linie steht, ist es ratsam, dass der Trainer schräg hinter dem Schützen steht und das prüft. Sollte man keinen Trainer haben, kann man zur Hilfe eine Kamera über den Körper positionieren.

Um diese Schulterposition stabil in Linie zu halten, zieht man die Bogenschulter mit dem Eindrehen in die Linie nach unten hinten. Das verhindert ein Hochwandern der Schulter während des Auszugs. Dabei ist der Deltamuskel aktiv und es ist sehr wichtig keine Spannung im Trapezmuskel aufzubauen, was leider viele verwechseln.

Wenn man eine stabile Schulterposition gefunden hat ist es wichtig, eine gute Spannung in den kompletten Schultergürtel aufzubauen und im Endzug die Spannung Stück für Stück zu erhöhen. Das bedeutet, man drückt in Richtung Bogen genauso viel wie man auch zieht.
Die Spannung sollte im Oberarm und im Deltamuskel zu spüren sein. Nach dem Abschuss bleibt die Spannung aufrecht solange der Bogen noch ausschwingt.

Liebe Grüße
Lisa

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„Para-Archery European Cup Finals”

Das Debüt startet in Wiesbaden

Das erste paralympische Bogen- Europacupfinale wird vom Deutschen Schützenbund (DSB) ausgerichtet. Das Halbfinale und das Finale finden am 17. und 18. August 2019 in Wiesbaden (GER) statt. Das Bowling Green war schon die Final- Arena der Deutschen Meisterschaft 2018. Nun wird dieser Platz erneut eine perfekte Kulisse für ein großes Bogen-Event werden. Natürlich geht so eine Großveranstaltung nicht ohne Unterstützung. „Aktion Mensch“, das Land Hessen und die Stadt Wiesbaden haben Zuschüsse zugesagt.

Die vier bestplatzierten Bogenschützen (Einzel und Mannschaft) die am Ende der beiden Vorrunden, die in Olbia (ITA) 29.April – 05. Mai und Nove Mesto nad Metuji (CZE) 06.-14. Juli stattfinden, werden zum großen Finale um Medaillen und Titel nach Wiesbaden eingeladen. Dieser Wettbewerb ist für gemischte Teams und Einzelschützen in den Disziplinen W1, Recurve Open und Compound Open vorgesehen.

Foto:Eckhard Frerichs

WM Qualifikation 2019

Die WM Qualifikation Teil A ist abgeschlossen. Teil 1 wurde in Kienbaum 11.03.-13.3. ausgetragen. Teil 2 fand in Belek/Antalya vom 23. – 28.3. statt. An der Qualifikation nahmen: Lisa Unruh, Elena Richter, Michelle Kroppen, Katharina Bauer, Florian Kahllund, Maximilian Weckmüller, Cedric Rieger, Felix Wieser, Camilo Mayr, Johannes Maier, Dominic Gölz teil.

Bedingt durch eine Verletzung von Veronika Haidn-Tschalova steht das Damenteam für den Grand Prix in Bukarest/ROU (9. bis 13. April) und den Weltcup in Medellin/COL (22. bis 28. April) fest. Diese beiden Wettkämpfe sind der zweite Teil der WM-Qualifikation. Danach steht fest welche drei Damen bzw. Herren für die WM in s‘-Hertogenbosch / NL (10.-16. Juni) an der Linie stehen. Bei den Männern wurde in Belek hart um die begehrten Plätze gekämpft. Nach viel Training und der WM-Qualifikation, wurde am 29.-30.März noch an einem internationalen Turnier in Antalya teilgenommen.

Das vierköpfige Männer-Team für Bukarest/ROU und den Weltcup in Medellin bilden: Cedric Rieger (5360 Ringe), Florian Kahllund (5350 Ringe), Maximilian Weckmüller(5323)  und Felix Wieser(5212 Ringe). Camilo Mayr fehlten lediglich fünf Ringe für den vierten Platz. Johannes Mayer kam auf den 6. Platz mit 5195 Ringen und der Deutsche Meister Dominic Gölz konnte mit 5157 Ringen nicht ins Geschehen eingreifen.

Bei den Damen konnte sich Elena Richter mit 5335 Ringen den 1. Platz in Qualifikation sichern. Lisa Unruh kam auf Platz 2 mit 5291 Ringen und die Deutsche Hallenmeisterin Michelle Kroppen wurde dritte mit 5202 Ringen. Katharina Bauer belegte Platz 4 mit 5063 Ringen.

Fotos: @Eckhard Frerichs

Vizepräsident des DBSV Thomas Röher mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Der Vizepräsident des DBSV Thomas Röher aus Jena wurde für seine Verdienste um die Sportart Bogenschießen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in der Staatskanzlei in Erfurt ausgezeichnet. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, auch Bundesverdienstkreuz genannt, ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Er wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die Ehrung am 18.März 2019 in der Thüringer Staatskanzlei vor. Aus der Pressemitteilung der Staatskanzlei Thüringens: „Thomas Röher setzt sich seit vielen Jahrzehnten dafür ein, dass diese komplexe Disziplin größere öffentliche Anerkennung erfährt. Seine Liebe zum Bogenschießen entdeckte er schon als Kind. Als Teenager wurde er Übungsleiter, wenige Jahre später hatte er seinen ersten Einsatz als Kampfrichter. Schon während seiner aktiven sportlichen Karriere wurde er zur treibenden Kraft – sowohl in seinem Verein, dem SV Carl Zeiß Jena, als auch im Verband der Bogensportler. Im Jahr 1988 wurde Thomas Röher Vizepräsident des Bogensport-Verbands der DDR, wo er sich für die gleichberechtigte Förderung aller Bogensportarten als Breiten- und Leistungssport starkmachte. Nach der Wiedervereinigung schloss sich dieser Verband nicht dem Deutschen Schützenbund an, in dem die westdeutschen Vereine organisiert waren. Thomas Röher favorisierte einen gleichberechtigten Zusammenschluss der Bogenschützen aus Ost und West in einem eigenständigen Verband. Für diese Idee fand er viele Anhänger und Unterstützer, so dass sich 13 Landesverbände zu einem nationalen Dachverband zusammenschlossen. Mit der Verbandsgründung hat er ein wichtiges Kapitel der deutsch-deutschen Sportgeschichte geschrieben und für eine Vereinigung der Bogensportler auf Augenhöhe gesorgt. „Dafür gilt Ihnen, sehr geehrter Herr Röher, mein herzlicher Dank“, sagte Bodo Ramelow und würdigt seine Lebensleistung als Trainer, Betreuer, Kampfrichter und Sportfunktionär. „In den vergangenen Jahren haben Sie sich besonderes dafür starkgemacht, die Ziele der Inklusion auch im Bogenschießen voranzubringen. Ich wünsche mir, dass noch mehr Verantwortliche in den Vereinen und Verbänden Ihrem Beispiel folgen und Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Sport ermöglichen. Weil Ehrenämter immer zeit- und arbeitsintensiv sind, möchte ich an dieser Stelle auch Ihrer Familie herzlich dafür danken, die sie Sie so tatkräftig in Ihrer Tätigkeit unterstützt. Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin eine große Schaffenskraft.“

Text:Thüringer Staatskanzlei / U.Neugebauer-Wallura / Leiter GB ÖÄ des DBSV

Foto: TSK/Jacob Schröter

Hertogenbosch (Niederland) ist in der Zeit vom 3. bis 16. Juni das Zentrum des Bogenschießens

Die Hyundai World Archery Championships und die Hyundai World Archery Para Championships werden kombiniert, um ein optimales Sporterlebnis zu bieten. Die Para-Athleten beginnen dieses Bogenschießfest, das vom 3. bis 16. Juni zwei Wochen dauert. Vom 03. bis 9. Juni finden die Hyundai World Archery Para Championships statt.

Die Hyundai World Archery Championships beginnt am 10.Juni und endet am 16. Juni. Dieses Event ist wohl mit das wichtigste Turnier für die Bogenwelt in diesem Jahr. Denn bei dieser WM geht es nicht nur um Medaillen sondern auch um 56 Quotenplätze für die Spiele in Tokio 2020. Wer dieses Event miterleben möchte, hat die Möglichkeit sich für das Final-Wochenende am 15. und 16. Juni Tickets zu sichern.

Bei diesen kombinierten Weltmeisterschaften werden drei separate Austragungsorte genutzt: die Parade, die Rugbyfelder von The Dukes und der Zuiderpark.Die Qualifikation findet auf dem Patz des Rugby-Clubs The Dukes statt und das Training ist im Zuiderpark, einem Park in der Nähe des Feldes der Herzöge. Alle Eventplätze sind fußläufig erreichbar.

Die Finals werden in einer speziell dafür aufgebauten Arena auf dem historischen Paradeplatz in der Altstadt geschossen. Der Platz ist umgeben von hohen Bäumen und liegt am Fuße der knapp siebenhundert Jahre alten Kathedrale des Heiligen Johannes und bildet eine perfekte Kulisse.

Zeitplan:

Samstag, 15. Juni, Vormittag: Compound-Finale
Samstag, 15. Juni Nachmittag: Mixed-Team und Einzelfinale
Sonntag, 16. Juni Morgen: Recurve-Teamfinale
Sonntag, 16. Juni Nachmittag: Recurve Mixed-Team und Einzelfinale

Tickets unter: www.archery2019.com