Angst

Dieser Begriff hat im Bogensport eine ganz unglaubliche Bedeutung. Die Definition des Wortes lautet wie folgt: “ein besorgniserregendes Gefühl hervorgerufen durch drohende Gefahr, Übles, Schmerz etc., wobei die Bedrohung sowohl real als auch imaginativ sein kann; das Gefühl oder der Zustand, ängstlich zu sein.” Von Rick McKinney

Das passiert ziemlich oft im Zuge eines Turniers. Ich mochte die Werbung von Nike immer sehr gerne: “Just do it.” Und den Aufdruck auf Shirts: “No Fear.” Wir sollen demnach keine Angst haben und es einfach tun! Beides sind sehr gute Ansätze, um ein Top-Bogensportler zu werden.

Es ist nicht leicht, sich selbst dazu zu bringen, keine Angst zu haben. Allerdings realisieren gerade junge Schützen ihre Angst meist nicht, da sie diese Emotion bis dahin nocht nicht wirklich erlebt haben. Ich erinnere mich an Denise Parker als sie gerade 13 Jahre alt war und sich mit der damals besten amerikanischen Bogenschützin Luann Ryan während der Pan-Amerika-Spielen ein Zimmer teilte. Letztere war nur etwas älter als Denise. In diesem gemeinsamen Hotelzimmer fragte Denise Luann, ob sie (also Luann) wirklich daran glaubte, die Spiele zu gewinnen. Obwohl Denise sich sehr wohl ihrer eigenen und Luanns Fähigkeiten bewußt sein musste, konnte sie es sich nicht vorstellen, wie Luann glauben konnte, sie könne Denise schlagen! Das erstaunte Luann und ich denke, es war eine absolut brilliante Strategie der 13-Jährigen (obwohl es werden geplant noch wohl so beabsichtigt war), Luann den Faktor “Angst” deutlich zu machen. Danach war Luann nicht mehr sie selbst. Sie konnte sich einfach nicht richtig auf die Spiele einlassen. “Kindermund tut Wahrheit kund”, könnte man es fast nennen.

 

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