Jede Menge Spaß und Infos bei „Tag der offenen Tür“

Beispiel BSC Essen: Wie Vereine neue Mitglieder gewinnen können.

Warum schießt du mit Pfeil und Bogen? Wie kann man Menschen dazu bewegen, dauerhaft unseren Sport auszuüben? Dies sind Fragen, mit denen sich unser Magazin vor allem in dieser und der letzten Ausgabe unseres Magazins befasst hat. Eines fehlt indes noch: Wie kann ein Verein neue Mitglieder gewinnen? Eine Möglichkeit: Er führt einen „Tag der offenen Tür“ durch.

Wie man so etwas richtig gut machen kann erlebte Andreas Timmermann bei seinem Besuch des BSC Essen. Genau deshalb veröffentlichen wir hier auch seine Eindrücke.

Das Wetter war perfekt. Der Himmel war blau, die Sonne strahlte. Es war nicht zu heiß und nicht zu kalt. Gegen 12 Uhr öffnete der BSC Essen sonntags seine Tore, um den Bogensport allen Interessierten näher zu bringen.

Bereits im Eingangsbereich wurde ich sehr herzlich empfangen. Ich kannte den kleinen aber feinen Trainingsplatz in Essen schon, aber von dem, was den Besuchern geboten wurde, war ich dann doch mehr als positiv überrascht. Im rechten Bereich gab es ein Bogenschießen für Anfänger. An fünf Scheiben wurde Interessierten der erste Umgang mit Pfeil und Bogen nahegebracht. Jeder Neuling hatte dabei seinen eigenen persönlichen Betreuer und nach einer kurzen Einweisung flogen auch schon die ersten Pfeile. Es war noch relativ früh. Allerdings hatte sich da bereits eine kleine Schlange an den Scheiben gebildet.

Auch im linken hinteren Bereich hatte man Scheiben für ein Probeschießen aufgebaut. Auch diese waren schon gut besucht. 12.30 Uhr. „Verdammt viel los für diese Uhrzeit.“ dachte ich noch und drehte meine erste Runde.

Den Besuchern wurde hier einiges geboten. Neuschützen, die bei einem Probeschießen das Gold getroffen hatten, konnten an einer stündlichen Tombola teilnehmen und dort Sachpreise gewinnen. Außerdem wurde für die kleinen Besucher eine Hüpfburg und ein Kinderschminken angeboten. Dass auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt war, ist da schon fast selbstverständlich.

Vor allem wurden aber alle Fragen rund um den Bogensport beantwortet. Nicht nur Stefan Winter stand da als kompetenter und erfahrener Turnierschütze als Ansprechpartner parat. Sogar der Bürgermeister der Stadt Essen besuchte die Veranstaltung.

Gegen Nachmittag sollte den Interessenten nach den ersten eigenen Erfahrungen beim Schießen aber auch gezeigt werden, was die „Profis“ mit dem Bogen leisten können. Herbert Winter präsentierte das Schießen mit einem Recurvebogen, Phil Hesse und Pascal Hackert zeigten dem Umgang mit einem Compoundbogen. Die vielen Gäste waren sichtlich beeindruckt, was man als trainierter Schütze mit einem Bogen so zustande bringen kann. Der Respekt für diese Leistung war umso größer, weil man vorher ja noch selbst auf kurze Distanz versucht hatte „Alle ins Gold“ zu schießen.

Gegen Ende der Veranstaltung konnte man auf eine Besucherzahlt von rund 600 Teilnehmern zurückschauen. Es war ein toller Tag und ich bin mir sicher, dass bei dem einen oder anderen Teilnehmer das Interesse am Bogensport ernsthaft geweckt worden ist. Ich meine zumindest bei einigen Gesprächen das Wort „Mitgliedsantrag“ vernommen zu haben. Eine tolle Leistung des BSC Essen. Zur Nachahmung empfohlen!

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